Ein Lob dem Fernsehen, oder so ähnlich. Josef Bordat hat sich so seine eigenen humorvollen Gedanken zum deutschen Fernsehen gemacht, nicht zuletzt, weil er eigentlich in Spanien lebt:
Ich lebe gerne in Spanien. Spanien hat den besseren Wein, das bessere Wetter, den bessern Fußball. Aber eines ist hier bedeutend schlechter: das Fernsehprogramm. Wenn nicht gerade Fußball kommt oder in Werbespots daraufhingewiesen wird, dass gleich Fußball kommt, kommt nichts Gescheites. In den Nachrichten nehmen mangels promovierter Verteidigungsminister die Liebschaften irgendwelcher Toreros mehr Raum ein als Ägypten, die Wirtschaftskrise und der Klimawandel zusammen. Gute Spielfilme werden viel zu selten gezeigt, schlechte Telenovelas viel zu oft. Angesichts der Spiel- und Talkshows, die 98 Prozent der Sendezeit füllen, erscheint „Dschungelcamp“ wie ein früher Fassbinder.
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