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Bitcoin: Die Währung aus dem Internet

Wo andere, längst vergessene Startups versagt haben, will Bitcoin einspringen: Die Schaffung einer virtuellen Währung. Das vom Japaner Satoshi Nakamoto 2009 ins Leben gerufene Zahlungsmittel beruht auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk aus Knotenpunkten, die Zahlungen aufzeichnen und untereinander abgleichen, es gibt also keine zentrale Stelle wie bei PayPal, über die Zahlungen abgewickelt werden.

Als Vorteile werden unter anderem die Anonymität der Transaktionen gesehen, die durch das verschlüsselte verteilte Netzwerk gesichert ist, und dass es öffentlichen Stellen schwer fallen sollte, Bitcoin-Guthaben zu sperren oder  einzufrieren:

You don’t have to be a criminal to wake up one day and find your account has been frozen. […]

In contrast, Bitcoins are like cash – seizing them requires access to your private keys, which could be placed on a USB stick, thereby enjoying the full legal and practical protections of physical property.

Ein Peer-to-Peer-Netzwerk als neues Finanzmodell? Manche, wie Jerry Brito, sind davon überzeugt.

US-Ökonom Tyler Cowen ist allerdings aus verschiedenen Gründen skeptisch (siehe auch hier),  ebenso wie Timothy Lee, der die Angebots- und Nachfrageseite von Bitcoin kritisch durchleuchtet.

Kritikpunkte sind etwa, dass Bitcoins nicht als Wertspeicher geeignet scheinen, weil der Wert nicht einmal annäherend stabil ist; dass sie kaum fungibel sind; dass zusätzliche Transaktionskosten entstehen, da man immer nur einen Teil seiner Zahlungen mit Bitcoins erledigen wird können, und durch Netzwerkeffekte bereits vorhandene Währungen nun einmal angenehmer zu verwenden sind.

Eine Mittelposition findet man bei Dan Rothschild, der Bitcoin nicht als Währung im strengen Sinn, sondern als Paypal-Konkurrenten sieht, der eben in eigenen Einheiten abrechnet. Mehr Infos kann man aus den lebhaften Diskussionen destillieren, die u.a. in der Kommentarsektion von Tyler Cowens Blog stattgefunden hat.

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