Startseite » Politik » EU-Krise: Auf ein Wunder hoffen

EU-Krise: Auf ein Wunder hoffen

Die deutsch-französische Politik gegenüber Spanien, Griechenland usw. wird von Ambrose Evans-Pritchard im „Daily Telegraph“ bündig zusammengefaßt:

Europe’s leaders are betting that a reduction of red tape and a radical shake-up of the labour markets will unleash growth in Greece, Portugal, Italy and Spain, a decade hence. In the meantime, the governments of these near helpless countries must soldier on with perma-slump, and riot gear, and pray for a miracle.

Europas Führer setzen darauf, dass Bürokratieabbau und ein radikaler Umbau der Arbeitsmärkte Wachstum in Griechenland, Portugal, Italien und Spanien auslösen wird – in einem Jahrzehnt. In der Zwischenzeit müssen die Regierungen dieser nahezu hilflosen Länder einfach mit einer Perma-Rezession und Schutzanzügen gegen Unruhen weitermarschieren, und auf ein Wunder hoffen.

Ja, es stimmt, vielfach sind die in der Vergangenheit gewählten Regierungen dieser Länder selbst an der Situation schuld, und auch die Wählerschaft trifft eine culpa in eligendo. Trotzdem ist es kein Ruhmesblatt europäischer Politik, ganze Länder aus Zauderei und Planlosigkeit in den Abgrund zu stoßen.

Ja, Bürokratieabbau und ein Umbau des Arbeitsmarkts sind insbesondere in Italien und Griechenland seit Jahren notwendig, und würden nebenbei auch Ländern wie Frankreich und Österreich nicht schaden. Bis diese zu greifen beginnen, bedarf es etwa einer Geldpolitik, mit der die Situation entschärft wird. Und einer verläßlichen und glaubwürdigen Politik.

About these ads

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s