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Occupy Wall Street als Verteidiger des Privateigentums

Wenn eine Zeitung einen Kommentar einfach wieder vom Netz nimmt, ist das schon etwas ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher ist es, wenn ausgerechnet der „Guardian“ in seiner Sektion „Comment is free“, die offiziell zum freien Meinungsaustausch einladen will, einen Text eines Repräsentanten von Occupy Wall Street entfernt, nämlich von Karanja Gaçuça, einem arbeitslosen früheren Bankmitarbeiter, der jetzt für Occupy Wall Street Medienarbeiten durchführt.

Wer Google oder Twitter bemüht, etwa mit dem Suchwort Karanja, wird noch viele Links auf den verschwundenen Artikel finden, der die Absurdität von Bewegungen wie Occupy Wall Street zeigt, und vielleicht wegen seinem so dick aufgetragenen Pathos und der übertriebenen Rhetorik schließlich verschwinden musste. Wortreich beschwert sich Gaçuça im Text darüber, daß die Polizei bei der Räumung des besetzten Zuccotti-Parks in New York das Privateigentum der Demonstranten missachtet habe, ohne zu bemerken, daß der Zuccotti-Park selbst in Privatbesitz ist und vom Eigentümer rechtlich aus eigenen Stücken geöffnet worden ist. Die Zeltstadt ist also für OWS eine erlaubte, geradezu notwendige Mißachtung von Privatbesitz; das Privateigentum eines Demonstranten ist dagegen unverletzlich. In der Tonart geht es weiter, um die Räumung des Parks und den Abbau der Zeltstadt zu beklagen.

Dabei stimmt selbst die New York Times zu, daß die Auflösung der Zeltstadt aus hygienischen Gründen geboten war. Und die Demonstranten dürfen ohnehin zurück, nur ohne Zelte. Denn bei aller Liebe: Es gibt kein Recht auf freies Zelten in Mitten einer Großstadt.

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