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Susan Kare – Die Frau hinter dem Farbkübel-Icon (und noch vielem mehr)


 

Susan Kare, photographiert von R J Muna

Susan Kare, photographiert von R J Muna

Susan Kare ist einer der Menschen, deren Werk zwar jeder kennt, aber kaum einer weiß, wer dahintersteckt. Denn Kare ist einer der Pioniere im Genre der Icons, der kleinen Bilder, die am Computer, Smartphone oder MP3-Player Orientierung geben und wichtige Funktionen klar darstellen. Sie hat das Farbkübel-Symbol für Graphikprogamme genauso entworfen wie die Karten für das Solitaire-Spiel auf jedem Windows-Rechner, den „Happy Macintosh“, der bei vielen Apple-Computern bei einem erfolgreichen Start erscheint, genauso wie die Geschenkssymbole für Facebook und Icons für die Paypal-Website.

Ihre Karriere als Icon-Ikone begann, als ihr Schulfreund Andy Hertzfeld die promovierte Künstlerin für ein Projekt bei der Firma Apple anwarb — den Macintosh. Und weil damals graphische Oberflächen ziemlich neu waren, hat sie viele Symbole überhaupt erst erfunden, die sich bis heute gehalten haben, wie etwa das Zeichen für die Befehlstaste jedes Macs. Sie entwarf auch einige der ersten proportionalen Schrifte für Computer, ohne „zackige Diagonalen“, wie sie anschaulich auf Folklore.org schreibt.

Steve Silberman durfte nun einige Zeichnungen aus dem Skizzenbuch Kares, das sie zum Entwerfen der Mac-Icons verwendet hat, erstmals online stellen, die nicht nur historisch interessant sind, sondern auch einen Einblick in die Arbeit eines Pixel-Künstlers geben, der komplexe Sachverhalte in wenigen Punkt großen Bildern darstellen soll. Silberman nennt Kare mit Grund „die Künstlerin, die dem Computer ein menschliches Antlitz gegeben hat“.

Dabei wollte sie ursprünglich als Bildhauerin arbeiten, und hatte nach ihrer universitären Ausbildung in Bildender Kunst und Kunstgeschichte bereits einen Auftrag erhalten und angefangen, Skulpturen zu gestalten. Aber erstens kommt es eben anders, und zweitens, als man denkt. Jedenfalls blieb sie nach ihrere Zeit bei Apple dem Design von graphischen Symbolen treu und arbeitete für NeXT, Microsoft, IBM und viele mehr.

Auf den Seiten der Stanford-Universität gibt es übrigens ein interessantes Interview, wo sie über ihre Zeit bei Apple, insbesondere ihre Zusammenarbeit mit Steve Jobs, spricht.

Wer gerne Kunstdrucke ihrer Icons sein eigen nennen möchte, kann diesen Wunsch auf kareprints.com Realität werden lassen.

Icons von Susan Kare (kare.com)

Icons von Susan Kare (kare.com)

 

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