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Kurze Gedanken zum heutigen Evangelium

Das Evangelium des dritten Sonntags der Osterzeit ist eschatologisch und eucharistisch zugleich, und das wohl nicht zufällig. In der heutigen Predigt ist der Priester der Kirche, die ich heute aufgesucht habe, ausführlich auf die Wortfolge „Ich bin es selbst“ eingegangen, die deutlich macht, daß im neuen Leben der Auferstehung die eigene Identität nicht verlorengeht. Ebenso wird die Leiblichkeit des Auferstandenen betont. Er ißt gebratenen Fisch. Er hat Fleisch und Knochen. Wer aufersteht, ist also nicht bloß ein Geistwesen; auch der Auferstandene ist Leib und Seele. Wenn dem Menschen der Himmel zur Glückseligkeit beim Herrn eröffnet wird, so ist er dem ganzen Menschen eröffnet, den Leib und Seele konstituieren. Ein Leib ohne Seele ist ein tönernes Gefäß; eine Seele ohne Leib ein Antrieb ohne Fahrzeug. Genauso kommt Jesus in der Eucharistie sinnfällig zu uns, in dem er sich in die Gestalt des Brotes kleidet. Der Mensch ist ein Wesen aus Leib und Seele, und so ist es sinnvoll, daß Jesus sich uns in einer Form schenkt, die für Leib und Seele erfahrbar ist, den Menschen als Sinnenwesen ernstnimmt.

Der Schluß der Stelle nimmt uns aber alle in die Pflicht, die frohe Botschaft der Erlösung und Auferstehung weiterzutragen:

Er sagte zu ihnen: So steht es in der Schrift: Der Messias wird leiden und am dritten Tag von den Toten auferstehen, und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür.

Mit dem Evangelium werden auch wir Zeugen der Auferstehung, und beauftragt, in seinem Namen allen die Umkehr zu verkünden, damit ihnen ihre Sünden vergeben werden. Denn wie kann man schweigen, wenn man so eine wunderbare Nachricht zu überbringen hat, von einem, der das ganze Leben, die ganze Welt neu macht?

 

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