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Azawad: Ein neuer Staat entsteht


Offenbar wird in Afrika gerade ein neuer Staat geboren: In Mali haben sich die islamistischen Krieger von Ansar al Din, übersetzt die „Verteidiger des Glaubens“,  und die Tuareg des Mouvement national de libération de L’Azawad (MNLA) zur Nationalarmee von Azawad zusammengeschlossen, um im Norden des Landes eine neue Entität namens Azawad zu schaffen, möglicherweise mit dem sagenumwobenen Timbuktu als Hauptstadt.

Ohne den von Strategen klug durchdachten und geplanten Krieg in Libyen wäre diese Machtstellung in Nordmali gar nicht möglich gewesen. Die Islamisten haben sich mit schweren Waffen aus den libyischen Arsenalen aufgerüstet; und die Bewegung MNLA soll von Tuareg gegründet worden sein, die in der libyischen Armee gedient haben. Ihre Anfangserfolge führten zu einem Putsch in Mali, der wiederum den Vormarsch nur beschleunigte und die Armee Malis neutralisierte, da sie vor allem mit der Absicherung der Macht der Putschisten in der Hauptstadt Bamako beschäftigt ist.

So erklärten die Tuareg am 6. April die Unabhängigkeit Azawads. Nach Kämpfen zwischen Islamisten und Tuareg, die regelmäßig von den Islamisten gewonnen worden waren, kam es nun zur Fusion der beiden. Der neue Staat soll „Islamische Republik Azawad“ heißen und strikt an der Scharia orientiert sein. Die westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion Ecowas will mit der Gruppe jedenfalls ins Gespräch kommen.

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