Am Weg zum Konzil der Orthodoxie

Bis heute abend tagten im Phanar in Konstantinopel die Hierarchen von fünfzehn orthodoxen Kirchen, um die Einberufung des langersehnten panorthodoxen Konzils vorzubereiten. Dabei haben sie es nicht leicht: Da in der Orthodoxie eine enge Bindung von Staat und Kirche herrscht, gibt es bei politischen Umwälzungen regelmäßig Konflikte um die Frage, ob dadurch auch neue autokephale, also selbstbestimmte orthodoxe Teilkirchen entstehen oder ob trotz neuer Staatsgrenzen die alte Einheit gewahrt wird. Daneben gibt es auch noch einen jahrhundertealten Streit zwischen Moskau und Konstantinopel über das Ausmaß und die Bedeutung des Ehrenvorrangs des Patriarchen von Konstantinopel, sieht sich doch Moskau als das „Dritte Rom“.

Patriarch Bartholomäus I. hat es aber in mühevoller Kleinarbeit geschafft, zumindest eine Synaxis der Orthodoxie zustande zubringen. Gleich hat man wieder gesehen, warum das hierarchische System der Katholischen Kirche der Orhodoxie in der Verwaltungspraxis überlegen ist: Das Patriarchat von Antiochien hat sich wegen einer Gebietsstreitigkeit mit dem Patriarchat von Jerusalem von der Synaxis wieder zurückgezogen. Dabei geht ausgerechnet um Katar, anscheinend einen Hort der Christenheit.

Wie Kathpress berichtet, hat der ökumenische Patriarch recht klare Vorstellungen von den Problemen der Orthodoxie. Sie schwächt sich durch Grabenkämpfe selbst, nimmt in wichtigen ethischen Fragen — Stichwort Bioethik, Schöpfungsverantwortung — daher auch nicht Stellung, wodurch die Gewissensbildung der Gläubigen erschwert wird.

Vom Konzept her sehen sich die Teilkirchen als Teil einer universalen, rechtgläubigen Kirche. Doch dieses Gefühl der Universalität ist geschwunden, und vielerorts wird die bloße Idee gemeinsamer Beschlüsse der Orthodoxie abgelehnt, weil man sich in einer Nationalkirche gemütlich eingerichtet hat. Dabei ist doch eine Nationalkirche einer der unchristlichsten Formen, wie man eine Kirche gestalten kann.

Hoffentlich gelingt der Durchbruch zum panorthodoxen Konzil, mit dem zumindest die Einheit innerhalb der Ostkirchen gestärkt wird und vielleicht einige der Probleme gelöst werden können.

Update: Das Treffen ist erfolgreich verlaufen. Für 2016 soll nun ein panorthodoxes Konzil einberufen werden, das in Konstantinopel tagen soll. Ab Herbst wird sich eine Kommission zur Vorbereitung treffen, wie Radio Vatikan meldet. Unter anderem wird es beim Konzil auch um die heikle Fragen gehen, unter welchen Voraussetzungen eine neue autokephale Teilkirche entstehen kann. Sollte hier eine Einigung gelingen, wäre ein wesentliches Hindernis für die Einheit der orthodoxen Kirchen untereinander aus dem Weg geräumt.

Adam, der Archetyp des Menschen

Am ersten Sonntag der Fastenzeit steht diesmal der große Gegensatz zwischem dem (alten) Menschen, der sich versuchen lässt und gegen Gott entscheidet, und Jesus im Mittelpunkt, der zwar Sohn des Menschen ist, aber eben nicht den Versuchungen nachgibt, sondern unbeirrt bleibt.

Adam heißt ja nichts anderes als Mensch; er ist der Archetyp des Menschen. Und das Essen vom Baum der Erkenntnis ist ja in vielerlei Hinsicht Sinnbild für uns Menschen. Wie wir unser Glück — hier das Paradies! — kurzfristiger Befriedigung opfern. Wie wir uns immer wieder selbst anmaßen, Gott sein zu wollen — das verspricht ja die Schlange –, und damit Unheil in der Welt anrichten. Es ist auch ein Text über den Preis der Kultur: Mit der Erkenntnis von Gut und Böse gewinnt der Mensch zwar moralische Fähigkeit, verliert aber gerade dadurch seine Unschuld. Modern angehaucht könnte man sagen: Der Mensch lebt nicht mehr einfach als ein Teil der Natur, sondern als ihr Gegenüber. Damit wird er „gottähnlicher“, doch ist auch größeren Gefahren ausgesetzt und hat ein ausgeprägtes Potential zum Bösen. (siehe den Paradies-Artikel bei bibelwissenschaft.de

Jesus lässt sich nicht verführen. Mehr noch, wie es im Antwortpsalm heißt: Er wäscht unsere Schuld ab, macht uns rein von unserer Sünde. Entsprechend schreibt Paulus im Römerbrief:

Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten. […] Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus. Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen, die Leben gibt. Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.

Das ist eigentlich das Geheimnis von Ostern: Durch den Gehorsam und Tod Christi wird das Leben in Fülle geschenkt.

Aschermittwoch: Den Weg zu Jesus nehmen

Die Fastenzeit ist heute notwendiger denn je: Eine Zeit des Weniger, der Reduktion; eine Zeit der Reflektion. reducere heißt: Zurückführen. reflectere heißt: zurückbiegen, zurückwenden, zurückbringen. Das passt gut zum Wort der Bekehrung, der Umkehr, wie wir es am Aschermittwoch in der 1. Lesung aus dem Buch Joël hören: „Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen. Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider, und kehrt um zum Herrn, eurem Gott!“

Wo wir uns verbogen haben, um der Welt zu gefallen zu sein; wo wir andere verbogen haben, damit sie uns zu gefallen sind: An diesen Stellen sollten wir, so es geht, uns wieder zurückbiegen, wieder zu Gott hin, von dem wir ja auch herkommen.

Wo wir auf unserer Wanderschaft durch dieses Leben vom Weg abgekommen sind — weil es so bequem war; weil kurzfristige Befriedigung wichtiger war als langfristiges Glück; weil wir gar nicht einsehen, dass die Verletzungen, die wir anderen zufügen, mehr wehtun, als man irgendwie rechtfertigen kann: Da lassen wir uns wieder auf den Weg zurückführen.

Wie das geht? Das sagt uns Psalm 118 (masoretisch 119) im Abschnitt Nun: „Dein Wort ist eine Leuchte meinem Fuß, / ein Licht auf meinem Pfad. / Ich habe geschworen und ich will es halten, / wohl zu befolgen dein gerecht Gesetz.“

Diesen Weg zurück muss man aber nicht alleine gehen. Nicht vor Ort, auch nicht virtuell. Dort gibt es z.B. den Fastenkalender der Pfarre St. Peter aus Linz; den lyrischen Fastenkalender von Claudia Sperlich; die „Online-Exerzitien“ des Karmelitenkonvents Maria Schnee. Und wer in Österreich ein SMS mit dem Kennwort „PAPST“ an die Telephonnummer 0664/6606651 schickt, bekommt bis zum Karsamstag jeden Tag ein kurzes Zitat von Papst Franziskus aufs Handy geschickt. Genug Stoff zum Nachdenken für die Quadragesima.

Der Einfluss der Konfession auf NS-Wahlergebnisse

Es ist ja schon lange bekannt, dass bei den Reichstagswahlen der Weimarer Republik die NSDAP in den katholischen Hochburgen besonders schlechte Ergebnisse erzielt hat. War dafür die Konfession der entscheidende Faktor, und gab es einen anderen, der eben auch die Konfession beeinflusst hat? Grob gesagt: Stimmen so wenige Katholiken, weil sie Hitler waren, oder weil die Katholiken eben überwiegend in Gegenden gelebt haben, die aus anderen Gründen nicht so empfänglich für den Nationalsozialismus waren? Dieser Frage sind Philipp Tillmann und Jörg Spenkuch nachgegangen und haben fleißig gerechnet, Kontrollvariablen hinzugefügt usw.

Das Ergebnis: Die Konfession ist tatsächlich der entscheidende Faktor; dort, wo sich der Klerus und die Bischöfe besonders gegen den Nationalsozialismus gewandt haben, ist der Effekt unter den katholischen Wählern am stärksten. Unter protestantischen Wählern konnte die NSDAP dagegen tedenziell besser reüssieren.

Mit der Konfession alleine läßt sich statistisch 42% der Abweichung der lokalen Wahlteilergebnisse erklären; die übrigen 15 Variablen zusammen, die verschiedene demographische Eigenschaften der Wahlkreise abbilden, erklären zusammen nicht einmal knapp 40%.

(über Marginal Revolution

„Alles gehört euch; ihr aber gehört Christus“

Schon der Apostel Paulus musste gegen Spaltungen in der jungen Kirche kämpfen, wie im 1. Korinterbrief anschaulich zu lesen ist. In der 2. Lesung dieses Sonntags ist diese Spaltung wiederum Thema. Paulus beschämt die, die mit intellektueller Brillanz Widerspruch säen, Spaltungen einmeisseln, sich in Sophistereien ergehen:

Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List. Und an einer anderen Stelle: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig.

Paulus ist selbst ein intellektueller Kopf, er weiß, wovon er schreibt. Er selbst hat in seiner Weisheit für die Verfolgung der ersten Christen argumentiert und gearbeitet, doch seine Weisheit wurde beim Damaskus-Erlebnis als Torheit entlarvt. Paulus wendet sich daher scharf dagegen, eine Fraktion zu bilden, ob „Pauliner“ oder „Apolliner“, die sich „eines Menschen rühmt“, der weisere Worte als der andere haben soll. Vielmehr soll man gemeinsam an der Kirche zu bauen, auf dem Fundament, das Jesus Christus selbst ist.

Man findet hier rasch einen Bezug zum gestrigen Fest der Kathedra Petri. Die gemeinschaftliche apostolische Tradition, die auf Christus selbst zurückweist, trägt diese Kirche. Wer sich für weiser als diese Tradition hält, dem hält Paulus entgegen: „Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig.“ Noch einmal betont er die gemeinsame Überlieferung:

Denn alles gehört euch; Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch; ihr aber gehört Christus und Christus gehört Gott.

Johannes Chrystostomos hat dazu folgende interessante Überlegung:

[H]ier aber spricht er: „Alles ist euer,“ um den Hochmut der Lehrer zu dämpfen, indem er zeigt, dass dieselben ihnen nicht nur Nichts geben können, sondern vielmehr ihnen Dank wissen sollen: denn ihretwegen sind sie ja Lehrer geworden und haben hiezu auch die Gnade erlangt. Weil aber auch das Volk sich rühmen mochte, so hebt er auch diese Krankheit mit den Worten: „So wie es Gott einem Jeden gegeben hat,“ und: „Gott hat das Gedeihen gegeben,“ — damit die Lehrer ob ihrer Leistungen nicht hochmüthig würden, und damit auch das Volk nicht ebenfalls stolz würde, wenn es hörte: „Alles ist euer.“ Denn obgleich es euretwegen da ist, so ist doch Alles Gottes Werk. […] Unser ist die Welt, weil sie unsertwegen erschaffen ist: Christus gehört Gott an, weil er ihn zum Ursprung und zum Vater hat; wir aber gehören Christo an, weil er uns gebildet hat. Wenn nun aber jene (Lehrer) euretwegen da sind, warum nennt ihr euch denn nicht nach Christus und nach Gott, sondern im Gegenteile nach jenen?

Man ist versucht, an diverse heute präsente christliche Strömungen zu denken, die nach ihren Meistern benannt sind.

Kathedra Petri: Der Felsengrund der kirchlichen Tradition

Petri Stuhlfeier, oder Kathedra Petra, ist ein altes Fest: Es feiert seit der Spätantike die Begründung des Bischofsamtes in Rom durch den Apostel Petrus. Heute ist es ein wenig ins Hintertreffen geraten. Man will die Bedeutung des petrinischen Hirtenamtes nicht mehr so stark betonen, sieht die Bedeutung der apostolischen Nachfolge vielleicht auch nicht mehr so klar.

Anderes war dann etwa für den frühchristlichen Bischof und Autor Irenäus von Lyon (~140 † 202). Der anscheinend aus dem kleinasiatischen Smyrna stammende Irenäus beschreibt in seiner Werk „Gegen die Häresien“ nicht nur die — vor allem gnostischen — Irrlehren, sondern auch den rechten Glauben und wie man ihn erkennen kann. Dabei nimmt die apostolische Tradition und Nachfolge eine besondere Rolle ein:

Von keinem andern als von denen, durch welche das Evangelium an uns gelangt ist, haben wir Gottes Heilsplan gelernt. Was sie zuerst gepredigt und dann nach dem Willen Gottes uns schriftlich überliefert haben, das sollte das Fundament und die Grundsäule unseres Glaubens werden.

Darin betont er auch, das „Petrus und Paulus zu Rom das Evangelium verkündeten und die Kirche gründeten“. Zur Tradition schreibt er:

Die von den Aposteln in der ganzen Welt verkündete Tradition kann in jeder Kirche jeder finden, der die Wahrheit sehen will, und wir können die von den Aposteln eingesetzten Bischöfe der einzelnen Kirchen aufzählen und ihre Nachfolger bis auf unsere Tage. […]

Weil es aber zu weitläufig wäre, in einem Werke wie dem vorliegenden die apostolische Nachfolge aller Kirchen aufzuzählen, so werden wir nur die apostolische Tradition und Glaubenspredigt der größten und ältesten und allbekannten Kirche, die von den beiden ruhmreichen Aposteln Petrus und Paulus zu Rom gegründet und gebaut ist, darlegen, wie sie durch die Nachfolge ihrer Bischöfe bis auf unsere Tage gekommen ist. So widerlegen wir alle, die wie auch immer aus Eigenliebe oder Ruhmsucht oder Blindheit oder Mißverstand Konventikel gründen. Mit der römischen Kirche nämlich muß wegen ihres besonderen Vorranges jede Kirche übereinstimmen, d. h. die Gläubigen von allerwärts, denn in ihr ist immer die apostolische Tradition bewahrt von denen, die von allen Seiten kommen.

Mit Petri Stuhlfeier wird der Wurzel der apostolischen Überlieferung gedacht, die uns selbst heute direkt mit der Gründung der Kirche verbindet.

Mehr über Irenäus von Lyon kann man in einer Katechese Benedikt XVI. erfahren, die im Rahmen einer Generalaudienz am 28. März 2007 gehalten wurde.

Kein Iota vom Gesetz vergeht

Die Perikope aus dem Evangelium nach Matthäus für den sechsten Sonntag im Jahreskreis hat schon für viele Diskussionen gesorgt:

„Denkt nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten abzuschaffen. Ich komme nicht abzuschaffen, vielmehr zu vollenden. Wahrlich, ich sage euch: Eher werden Himmel und Erde untergehen, als dass auch nur ein Jota oder Strichlein vom Gesetz vergeht, bevor nicht alles geschehen ist. Jedoch, wenn einer eines dieser kleineren Gebote nicht beachtet und so die Menschen lehrt, der wird als der Geringste im Himmelreich gelten. Nur wer sie hält und halten lehrt, der wird als Großer im Himmelreich gelten.“ (Mt 5,17-19)

Diese Stelle stammt aus der Bergpredigt. Ihr gehen die acht Seligpreisungen und der Aufruf an die Jünger, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, voraus. Das Gesetz und die Propheten, das ist die heilige Schrift. Eine Formulierung, die sich u.a. bei Lukas (Lk 6,16), Johannes (Joh 1,45) oder im Römerbrief (Röm 3,21) finden lässt. Matthäus verwendet sie auch bei der Frage nach dem höchsten Gebot: „An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.“ (Mt 22,40)

Im Lichte dieser Stelle ergibt aber auch die Bergpredigt hier tiefen Sinn. Das ganze Gesetz und die Propheten ist eine Ausfaltung des doppelten Liebesgebots: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. […] Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Und ein Hinweis auf den, der zu seiner Erfüllung kommen wird. Zur Aufhebung der Gebote muss man auch Jesu’ Umgang mit ihnen beachten. Ein Jurist könnte sagen, Jesus lehnt eine reine Wortinterpretation der Gesetze ab, sondern legt Wert auf eine teleologische, auf das Ziel der Gebote gerichtete Interpretation und eine systematische Betrachtung im Ganzen. Vor diesem Hintergrund lehnt Jesus also ab, wenn jemand eines der Gebote aufhebt und sich damit über das Gesetz und die Propheten erhebt. Interessanterweise ist das für sich aber noch kein Grund, nicht ins Himmelreich einzugehen.

Der frühchristliche Kirchenlehrer Hilarius von Poitiers († 367) schreibt in seinem Kommentar zum Matthäusevangelium:

„Glaubet doch nicht, ich sei gekommen, das Gesetz oder die Propheten aufzuheben; ich bin nicht gekommen, sie aufzuheben, sondern sie zu erfüllen.“ Die Kraft und der Sinn der himmlischen Worte fassen wichtige Dinge in sich. Es ist nämlich ein Gesetz von Werken gegeben worden, und dieses hat alles zur Beglaubigung dessen, was in Christo sollte geoffenbart werden, in sich gefasst; denn sowohl seine Lehre, als auch sein Leiden ist der große und tiefe Ratschluss des väterlichen Willens. Das Gesetz aber hat unter der Hülle geistiger Worte die Geburt unsers Herrn Jesu Christi, seine Menschwerdung, sein Leiden und seine Auferstehung ausgesprochen: und dass dieses schon vor ewigen Zeiten für unser Zeitalter so beschlossen worden sei, davon geben sowohl die Propheten, als auch die Apostel vielfach Zeugnis. […] Und so ist sowohl seine Körperlichkeit, als auch sein Leiden der Wille Gottes und das Heil der Welt; und es übersteigt den Ausdruck menschlicher Sprache, das Gott aus Gott, der Sohn aus der Wesenheit des Vaters, und innerhalb der Wesenheit des Vaters bestehend, sich zuerst zu einem Menschen verkörpert, dann wie der Mensch dem Tode unterworfen habe, zuletzt nach drei Tagen aus dem Tode in das Leben zurückgekehrt sei, und die mit seinem ewigen Geiste und Wesen verbundene Materie des angenommenen Leibes in den Himmel zurückgetragen habe.

Damit wir also nicht glauben möchten, in seinen Werken sei etwas anders, als was in dem Gesetze enthalten wäre, hat er erklärt, dass er das Gesetz nicht auflöse, sondern erfülle; dass zwar Himmel und Erde, die größten Elemente, welche wir kennen, aufgelöst werden würden, von den Geboten des Gesetzes aber auch nicht das Geringste unerfüllt bleiben könnte; denn in ihm wird das ganze Gesetz und die ganze Weissagung erfüllt. Bei dem Leiden, und da er schon den Geist hinzugeben im Begriffe war, erklärte er, dieses großen Geheimnisses in sich gewiss, nachdem er den Essig getrunken hatte, dass alles vollbracht sei; denn damals erhielten alle Aussprüche der Propheten die vollständige Bestätigung durch die Taten Jesu. Also auch nicht die geringsten der Gebote Gottes, bestimmte er, könnten aufgelöst werden, ohne dadurch Gott zu beleidigen; indem er ankündigte, dass diejenigen die Geringsten, das heißt, die Letzten und beinahe Keine sein werden, welche auch nur die geringsten auflösen. Es kann aber keine geringeren geben, als die, welche die geringsten sind. Das geringste von allen aber ist das Leiden des Herrn, und der Tod am Kreuze; wenn diesen jemand, als müsste man sich desselben schämen, nicht bekennen wird, so wird er der Geringste sein; dem hingegen, welcher ihn bekennt, verheißt er die Herrlichkeit eines großen Namens im Himmel.

Eine interessante Wendung: Hilarius liest die Textstelle von Tod und Auferstehung her. Das ist der „geringste“ gemeinsame Nenner, den es zu bekennen gilt.

Im Widerschein der Herrlichkeit Gottes

An diesem Sonntag wird eine kurze, prägnante, wirkmächtige Stelle aus dem Evangelium gelesen:

Ihr seid das Salz der Erde. Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten. Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Salz der Erde — Lichte der Welt — das Licht unter den Scheffel stellen: Bekannte Bilder, die auch abseits der Kirche verwendet werden. Die „Stadt auf dem Berg“ wurde etwa von US-Präsident Ronald Reagan in seinen Reden häufig zitiert.

Der Weltjugendtag 2002 stand unter dem Motto „Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt“. In seiner vorbereitenden Botschaft zum Weltjugendtag hat der selige Papst Johannes Paul II. daher auch kurz und prägnant die Bedeutung dieser Worte erläutert:

Die beiden von Jesus verwendeten Bilder vom Salz und vom Licht ergänzen sich und sind tiefsinnig. In der Antike galten Salz und Licht nämlich als wesentliche Elemente des menschlichen Lebens. […]

Eine der Haupteigenschaften des Salzes besteht bekanntlich darin, die Nahrungsmittel zu würzen, ihnen Wohlgeschmack zu verleihen. Dieses Bild erinnert uns daran, daß durch die Taufe unser ganzes Sein tiefgreifend verändert worden ist, weil es mit dem neuen Leben, das von Christus kommt, „gewürzt“ wurde (vgl. Röm 6,4). Das Salz, dank dem die christliche Identität auch in einer stark säkularisierten Umgebung nicht entartet, ist die Gnade der Taufe. Diese hat uns zu neuem Leben erweckt, indem sie uns in Christus leben läßt und uns dazu fähig macht, auf seinen Anruf zu antworten und uns „selbst als lebendiges und heiliges Opfer darzubringen“ (Röm 12,1). Der heilige Paulus schreibt an die Christen in Rom und ermahnt sie, ihre Denk- und Lebensweise, die sich von jener ihrer Zeitgenossen merklich unterscheidet, mit aller Klarheit herauszustellen: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist“ (Röm 12,2).

Lange Zeit ist das Salz auch das gebräuchlichste Mittel zur Konservierung der Nahrungsmittel gewesen. Als Salz der Erde seid ihr aufgerufen, den Glauben, den ihr empfangen habt, zu bewahren und unversehrt an die anderen weiterzugeben. Eure Generation wird besonders nachdrücklich mit der Herausforderung konfrontiert, das Glaubensgut unversehrt zu erhalten (vgl. 2 Thess 2,15; 1 Tim 6,20; 2 Tim 1,14). […]

Bei allen, die Jesus am Anfang hörten, wie auch bei uns ruft das Symbol des Lichtes die Sehnsucht nach Wahrheit und den Drang hervor, zur Fülle der Erkenntnis zu gelangen, die jedem Menschen in seinem tiefsten Inneren eingeprägt sind.

Wenn das Licht abnimmt oder ganz schwindet, vermag man die umgebende Wirklichkeit nicht mehr zu erkennen. In der Tiefe der Nacht kann man sich verängstigt und unsicher fühlen und wartet dann voll Ungeduld auf das Licht des anbrechenden Morgens. Liebe junge Leute, ihr müßt die Wächter des Morgens sein (vgl. Jes 21,11-12), die den Aufgang der Sonne, den auferstandenen Christus, ankündigen!

Das Licht, von dem Jesus zu uns im Evangelium spricht, ist das Licht des Glaubens, ein ungeschuldetes Geschenk Gottes, das uns das Herz erhellt und den Verstand erleuchtet[. …] Die persönliche Begegnung mit Christus erleuchtet das Leben mit neuem Licht, läßt uns auf dem guten Weg wandeln und verpflichtet uns, seine Zeugen zu sein. Die von ihm auf uns gekommene neue Betrachtungsweise der Welt und der Menschen läßt uns tiefer in das Geheimnis des Glaubens eindringen; dieses ist ja nicht nur eine Summe von theoretischen Aussagen, die mit dem Verstand angenommen und bestätigt werden müssen, sondern vielmehr eine Erfahrung, die man sich aneignen, eine Wahrheit, die gelebt werden muß, das Salz und das Licht der ganzen Wirklichkeit (vgl. Enzyklika Veritatis splendor, Nr. 88). […]

Wie das Salz die Speise würzt und das Licht die Finsternis erleuchtet, so gibt die Heiligkeit dem Leben dadurch seinen vollen Sinn, daß sie es zum Widerschein der Herrlichkeit Gottes macht. […]

Das Lied zum Weltjugendtag 2002 interpretiert die Bibelstelle ebenfalls. Der Refrain lautet sinngemäß: „Licht der Welt, Salz der Erde / seien wir für die Welt, das Angesicht der Liebe. / Das Licht der Welt, Christus ist unser Licht. / Wir strahlen mit seiner Helligkeit, / der Spiegelung seines Lichtes jeden Tag.“

Eine UNO zum Weinen

Um die Sinnlosigkeit vieler internationaler Institutionen zu beweisen, hat das UN-Kommittee für Kinderrechte einen Bericht über den Heiligen Stuhl verfasst, in dem es zwar zum geringeren Teil um berechtigte Anliegen, zum größeren Teil aber um nichts anderes als weltanschauliche Propaganda bis hin zu Eingriffen in die Religionsfreiheit geht.

Außerdem wird der Bericht in der Überzeugung verfasst, die Kirche seine eine streng geordnete Top-Down-Organisation — wer erlebt hat, dass es selbst in kleinen Diözesen nur mit größten Mühen gelingt, die Pfarren für gemeinsame Projekte zu gewinnen, kann nur Schmunzeln. So wird wortreich bekrittelt, dass die katholischen Schulen weltweit zuwenig dafür getan hätten, die Kinderrechtskonvention den Schülern bekannt zu machen. Wie immer das Kommittee das festgestellt, und in Vergleich wozu: Wie stellt sich das die Vorsitzende Sandberg (Norwegen) eigentlich vor?

P. Bernd Hagenkord schreibt in seinem Blog bei Radio Vatikan treffend:

[Der Vatikan] ist keine NGO (keine Woche vergeht, in der der Papst das nicht in einer Morgenpredigt sagt) und keine Zentralbehörde der Weltkirche. Der Bericht will zum Beispiel in Nr. 17 einen Kontrollmechanismus, mit dem der Vatikan die Ausgaben der gesamten Kirche für Kinder überwachen soll. Der Bericht schlägt ebenfalls vor, dass eine Ansprechstelle geschaffen werden soll, die für alle Kinder auf der Welt, die in katholischen Schulen sind, erreichbar ist. Wie viele Sprachen sollen denn da vorgehalten werden? Die UN stellt sich eine Zentralbehörde vor oder einen Staat, das ist die Kirche aber nicht. […]

Auch der Rest von Hagenkords Test ist lesenswert, ebenso die Analyse von P. Hans Zollner, Vizerektor der Gregoriana.

US-Senator Marco Rubio hat diesen Bericht zum Anlass genommen, die UNO davor zu warnen, obsolet zu werden.

Rubio schreibt unter anderem:

Unfortunately, the U.N. also chose to use the opportunity to make political statements about Catholic doctrine on abortion, contraception, and marriage, issues at the core of the Church’s teachings about human rights and the dignity of life. In doing so, the U.N. — with the seemingly limitless worldwide injustices it could be condemning or investigating — trampled on the religious-freedom principles outlined in its Universal Declaration of Human Rights. This is a U.N. that counts serial abusers and murderers of men, women, and children as members of its Commission on Human Rights. It has been unable to slow North Korea and Iran’s march toward nuclear weapons. It has proven feckless in its ability to prevent atrocities in places like Syria. It has routinely given a platform for state sponsors of terrorism to successfully condemn Israel. Its own “peacekeepers” have committed crimes against women around the world.

Dafür geht es die wahren Probleme an, wie zu wenig Konventionsbroschüren in Schulen und den Kampf gegen das Festhalten an der Deutung von Menschen als Männer oder Frauen.

Wer die Zusammensetzung der Menschenrechtskommission kennt, oder bedenkt, dass Saudi-Arabien und Bahrain Mitglieder der Kinderrechtskommission stellen, weiß ohnehin, wie ernst man Aussagen von UN-Kommittees nehmen sollte. Die anderen Berichte des Kinderrechtskommittees sind übrigens ebenfalls interessante Übungen in Realitätsfremdheit. Wer seltsamen Humor liebt, kann etwa den Bericht über den Kongo lesen, der wohl niemandem im Kongo eine Hilfe ist, aber dafür einen weiteren abgearbeiteren Punkt für die Komitteemitglieder darstellt. Allerdings: Wenn man die wirklichen Probleme im Kongo denkt, bleibt einem das Lachen im Halse stecken.

[Update] Link für Kongo-Bericht im Text ergänzt.

„Kinder Gottes verstecken sich nicht“

Ad Limina Besuch 2014 der österreichischen Bischöfe - Gruppenbild

Ad Limina Besuch 2014 der österreichischen Bischöfe – Gruppenbild

Papst Franziskus und seine Mitarbeiter haben sich auf den — routinemäßigen – Ad-Limina-Besuch der österreichischen Bischöfe gut vorbereitet. In den Texten wird deutlich auf die Probleme der österreichischen Kirche eingegangen, aber auch ihre positive Arbeit gewürdigt. Davon kann man sich etwa beim Lesen der Rede an die Bischöfe überzeugen, die Radio Vatikan im Wortlaut veröffentlicht hat. Dabei hat er der österreichischen Kirche auch recht konkrete Arbeitsaufträge mitgegeben, gleichsam eine „Road Map“, wie Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn es bezeichnet hat.

Franziskus hat dabei viele Themen angesprochen, von der Bedeutung der Familie als Keimzelle des Glaubens, auch von der Brüchigkeit der Beziehungen und ihrer pastoralen Herausforderung. Nicht nur in der Familie, auch im Priesterstand, wo manche sich nicht mehr im Stande sehen, ihre Gelübde zu erfüllen. Das Problem der verwaltenden, defensiven, mit dem Staate eng verflochtenen Kirche in Österreich ist in Rom den Worten zu schließen ebenfalls gut bekannt.

Ein Thema, das den Papst aber besonders beschäftigt, ist der doppelte Klerikalismus, wie er es beispielsweise schon am Weltjugendtag angesprochen hat. Der eine, der den Priester zum Mittel- und Höhepunkt der Gemeinschaft macht, ihm alle Entscheidungsgewalt, aber damit auch alle Aufgaben aufbürdet; der andere, der wiederum die Laien klerikalisieren will und aus dem sakramentalen Amt ein Objekt temporärer Selbstverwirklichung machen will. Franziskus betont dagegen die Balance zwischen dem sakramentalen Amt und der Fülle an Aufgaben, zu denen alle Gläubigen gerufen sind:

Ausgehend von der Familie, der Hauskirche, wenden wir uns kurz der Pfarrei zu, dem großen Feld, welches der Herr uns anvertraut hat, um es mit unserer seelsorglichen Arbeit fruchtbar zu machen. Die Priester, die Pfarrer sollten sich immer wieder bewusst machen, dass ihre Leitungsaufgabe ein zutiefst geistlicher Dienst ist. Es ist immer der Pfarrer, der die Pfarrgemeinde leitet, wobei er zugleich auf die Unterstützung und den wertvollen Beitrag verschiedener Mitarbeiter und aller Gläubigen zählt. Wir sollten nicht Gefahr laufen, den sakramentalen Dienst des Priesters zu verdunkeln. In unseren Städten und Dörfern gibt es mutige und schüchterne Menschen, gibt es missionarische und schlafende Christen. Und es gibt die vielen, die auf der Suche sind, auch wenn sie es sich nicht eingestehen. Jeder ist gerufen, jeder ist gesandt. Aber es ist nicht gesagt, dass der Ort dieses Rufs nur das Pfarrzentrum ist. Es ist nicht gesagt, dass sein Moment notwendig die gemütliche Pfarrveranstaltung ist. Der Ruf Gottes kann uns genauso erreichen am Fließband und im Büro, im Supermarkt, im Stiegenhaus, also an den Orten des alltäglichen Lebens.

Die anglikanische Kirche, an der wohl momentan nicht viel nachahmenswert ist, hat seit einiger Zeit ein neues Projekt mit dem Namen „Fresh Expressions“ das geistliche Angebote an den Zeiten und Orten des Lebens ermöglichen soll, Andockstellen für neue, spontan entstandene Gemeinschaften bietet. Diese Angebote müssen eben keine priesterlichen Eucharistiefeiern sein, sollen sie auch nicht ersetzen, sondern ergänzen das kirchliche Leben. Nichts grundsätzlich Neues, aber etwas, das immer wieder entdeckt werden muss.

Der Ruf Gottes kann einen überall erreichen. Dass er auch als solcher erkannt wird, dafür können die Gläubigen sorgen, indem sie die Freude des Evangeliums an so viele Orte wie möglich tragen:

Kirche sein heißt nicht verwalten, sondern hinausgehen, missionarisch sein, den Menschen das Licht des Glaubens und die Freude des Evangeliums bringen. Vergessen wir nicht, dass die Triebfeder unseres Einsatzes als Christen in der Welt nicht die Idee einer Menschenfreundlichkeit, eines unbestimmten Humanismus ist, sondern eine Gabe Gottes, nämlich das Geschenk der Gotteskindschaft, die wir in der Taufe erhalten haben. Und diese Gabe ist zugleich ein Auftrag. Kinder Gottes verstecken sich nicht, sie tragen die Freude ihrer Gotteskindschaft in die Welt hinaus.

Ein großes Anliegen ist dem hl. Vater die Beichte, das Sakrament der Versöhnung:

Sicher, „die Kirche umfasst Sünder in ihrem eigenen Schoß“, wie es das Zweite Vatikanische Konzil formuliert (Lumen gentium, 8). Aber das Konzil sagt an der gleichen Stelle, dass wir uns nicht mit der Sünde abfinden sollen, dass nämlich „Ecclesia sancta simul et semper purificanda“, die heilige Kirche immer wieder zu reinigen ist. Und das heißt, dass wir um unsere eigene Reinigung – im Sakrament der Versöhnung – stets bemüht sein sollten. Die Beichte ist der Ort, wo wir Gottes barmherzige Liebe erfahren und Christus begegnen, der uns die Kraft zur Umkehr und zum neuen Leben gibt. Und wir wollen als die Hirten der Kirche den Gläubigen beim Wiederfinden dieses wunderbaren Sakraments einfühlsam und verständnisvoll zur Seite stehen und ihnen gerade in dieser Gabe die Liebe des Guten Hirten spüren lassen. So bitte ich Euch, werdet nicht müde, die Menschen zur Begegnung mit Christus im Sakrament der Buße und der Versöhnung einzuladen.

Wie oft fehlt die Einladung dazu, mit dem dürren Hinweis, nach telephonischer Vereinbarung könne man ja eh einen Termin haben. Mit der unterschwelligen Botschaft: Hoffentlich war die Sünde auch schwer genug, damit es sich überhaupt auszahlt, deswegen angerufen zu werden. Wie oft aber gibt es die Einladung, und wir nehmen sie nicht an? Manche Priester haben auch resigniert, weil zu ihren Beichtzeiten niemanden gekommen ist.

Freilich, Versöhnung fällt schwer, wie die manchmal tiefen Gräben in der Kirche Österreichs, in den Gemeinschaften, auch in manchen Pfarrgemeinden zeigen. Es hat einen guten Grund, warum Franziskus die Beichte, die Versöhnung uns in Österreich besonders ans Herz legt.