Ergänzungen zum 2. Adventsonntag


Nachdem ich den Kommentar des Beda Venerabilis zum Evangelium  des 2. Adventsonntags nur so weit übersetzt habe, daß ausgerechnet die zentrale Figur Johannes des Täufers nicht mehr auftaucht, darf ich auf zwei Texte verweisen: Josef Bordat konzentriert die Beziehung Johannes – Jesus in zwei Absätzen. Ausführlicher geht es bei Petrus Chrysologus, einem spätantiken Priester, in dessem Text man den Hauch des Untergangs Roms verspürt. In einer Predigt über Johannes den Täufer mahnt er :

„In jenen Tagen“, heißt es, „trat Johannes der Täufer auf, predigte in der Wüste von Judäa und sprach: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe!“ – „Tut Buße!“ Warum nicht vielmehr: „Freuet euch!“? Ihr sollt euch doch vielmehr freuen, wenn auf Menschliches Göttliches, auf Irdisches Himmlisches, auf Zeitliches Ewiges, auf Schlechtes Gutes, auf Ungewisses gewisses, auf Leiden Glückseligkeit, auf Vergänglichkeit Bleibendes folgt! „Tut Buße!“ Buße tun soll, ja sicher Buße tun soll, wer Menschliches dem Göttlichen vorzieht, wer der Welt dienen und nicht die Herrschaft über die Welt mit dem Herrn der Welt besitzen sollte. […] „Denn das Himmelreich ist nahe!“ Das Himmelreich ist der Lohn der Gerechten, das Gericht der Sünder, die Strafe der Gottlosen. Selig darum Johannes, der durch Buße dem Gerichte zuvorkommen wollte; er wollte nicht, dass das Gericht, sondern der Lohn den Sündern zuteil würde, und dass die Gottlosen eingehen möchten in das Reich und nicht in die Pein.

Und als Bonus: Pater Hagenkord erzählt im Radio-Vatikan-Blog von einer Pilgerreise ins Heilige Land mitten durch Syrien, durch eine lebensgefährliche Wüste in mehrfachem Sinn.

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