Was kostet eigentlich der Todesstern?


Star Wars ökonomisch zu betrachten, endet schnell im Desaster. Es hat – absichtlich – die Züge einer Kreuzung aus Science-Fiction und Märchen, und in Märchen spielt es selten eine Rolle, was etwa „Eslein, streck dich“ für die Inflation bedeutet. Studenten an der Lehigh University haben sich trotzdem der Aufgabe gestellt, herauszufinden, wieviel die Konstruktion des Todesstern kostet, den Bösewicht Darth Vader bauen läßt.

Nun, sie sind nicht weiter als bis zu den Kosten für den nötigen Stahl gekommen. So ungefähr 13.000 mal die gegenwärtige Weltwirtschaftsleistung. Aber dafür haben sie einen Vorschlag, wie man das Geld auftreibt:

But then again, you can just take out a loan from the entire planet and then default on them in the most awesome way possible.

(über Marginal Revolution)

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2 Gedanken zu “Was kostet eigentlich der Todesstern?

  1. „ungefähr 13.000 mal die gegenwärtige Weltwirtschaftsleistun“. Was für ein Unsinn, wenn man schon News liest sollte man sie auch korrekt wiedergeben. Die Information stammt von einer Amerikanischen Petition, genauer gesagt von hier:http://t3n.de/news/petition-25000-us-amerikaner-432600/
    In dieser heisst es: „Die Kosten für den benötigten Stahl würden rund das 13000fache des Welt-Bruttoinlandsprodukts betragen.“

    Da geht es erstmal nur um die Stahlproduktion und nicht um die Gesammtkosten und schon garnicht um die Weltwirtschaftsleistung.

    Abgesehen davon ist auch die Angabe der Petition blödsinnig denn sowohl Welt-Bruttoinlandprodukt (ein Wiederspruch in sich, denn entweder „Welt“ oder „Inland“) also auch Weltwirtschaftsleistung (pro Jahr, pro Jahrhundert, auf die Ewigkeit ausgelegt?) machen absolut keinen Sinn. Warscheinlich war die jährliche Welt-brutoproduktion von Stahl gemeint.
    Wenn man aber schon bei sowas Fehler mach, bezweifle ich stark dass die Typen überhaupt wissen wieviel Stahl jährlich hergestellt wird und ob sie 1+1 zusammenzählen können.

    • Sorry für die späte Antwort. Folgendes: Mein Eintrag stammte vom 17. Februar 2012. Die Petition wurde am 14. November 2012 online gestellt, und konnte dann binnen einen Monats unterschrieben werden. Also habe ich offensichtlich nicht von dieser Petition abgeschrieben, sondern von genau dem Artikel, den ich auch verlinkt und zitiert habe, und der der am Ende des von ihnen zitierten Berichts ebenfalls verlinkt ist.
      Das Welt-Bruttoinlandsprodukt, oft auch nur Welt-Bruttoprodukt, ist tatsächlich eine rechnerische Größe der Wirtschaftsstatistik, und kann z.B. bei der Weltbank abgerufen werden. Weltwirtschaftsleistung ist üblicherweise ein Synonym für das Welt-Bruttoprodukt und meint die in einem Jahr auf der Welt erzeugten Güter und Dienstleistungen. Es war übrigens definitiv im Originalartikel nicht die Welt-Stahlproduktion gemeint. Die wird bei Centives gesondert erwähnt.
      Die Stahlpreis-Berechnung ist zwar wegen der Angebots-/Nachfrageeffekte etc. hanebüchen, aber trotzdem nicht uninteressant, weil die gigantischen Ressourcen, die so ein Projekt verschlingen würde, deutlich werden. Gemeint war also: Zum jetzigen Stahlpreis (der also per Annahme durch die Aufkäufe für den Todesstern nicht verändert wird) würde die notwendige Stahlmenge 13000mal soviel kosten wie die gesamte Jahresproduktion aller Güter und Dienstleistungen der Welt.

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