Philosophie bei Schiller


Es gibt Dinge, die sagen andere soviel besser, daß man ihnen lieber gleich das Feld überläßt. So beim heutigen Eintrag des Morgenländers, in dem er über ein Zitat aus Schillers „Braut von Messina“ reflektiert:

Das Leben ist der Güter höchstes nicht,
der Übel größtes aber ist die Schuld.

Es ist eines der interessantesten Paradoxa, daß die heutigen Moralvorstellungen, die das leidfreie Leben als höchstes Gut sehen, zur größten Gefahr für das Leben geworden sind, und alle Vorbedingungen für das Leben in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft als gegeben hinnehmen, die unter ganz anderen Gesichtspunkten errungen wurden.

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