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Die Liebe ist die Fülle des Gesetzes

An diesem dritten Sonntag der Fastenzeit standen die zehn Gebote in der ersten Lesung im Mittelpunkt, und zwar im Katalog des Exodus. Sie finden sich im Deuteronomium in sehr ähnlicher Form. Es ist ja eigentlich interessant, daß sich schon früh die Zehnzahl durchgesetzt hat, die aus den Geboten selbst keineswegs zwingend folgt, aber schon im Buch Exodus selbst an anderer Stelle erwähnt wird.

Der Kirchenlehrer Augustinus sagt über die zehn Gebote in einer Predigt:

„Es ist daher nicht verwunderlich, wenn das neue Gebot ein neues Lied singt, weil, sowie schon gesagt ist, die zehn Gebote des Gesetzes eine Harfe [ein „Psalter“] mit zehn Saiten sind, und die Fülle des Gesetzes ist die Liebe. […] Denn sowie es zwei Gebote der Liebe sind, von denen der Herr sagt, daß das ganze Gesetz und die Propheten daran hängen, wodurch er genügend zeigt, daß die Liebe die Fülle des Gesetzes sei, so sind selbst die zehn Gebote in zwei Tafeln gegeben worden. Drei sollen auf einer Tafel zusammengeschrieben worden sein, und sieben auf der anderen. So wie sich aber jene drei auf die Liebe Gottes beziehen, so sind die sieben anderen zur Liebe des Nächsten bestimmt.“

Ein wunderschöner Gedanke: Die Fülle des Gesetzes ist die Liebe, und wer ganz von wahrhaftiger Liebe erfüllt ist, erfüllt auch das Gesetz.

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