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Ja, darf das ein Papst eigentlich?

Die Berichterstattung zum Papst-Besuch in Mexiko und Kuba war zumindest in Österreich für heimische Verhältnisse sehr positiv, auch wenn weniger die mutigen und ermutigenden Worte des Papstes an die kubanische Bevölkerung gewürdigt wurden als das Bild des Massimo lider mit dem Pontifex Maximus in den Mittelpunkt gerückt wurde. Aber das ist durchaus verständlich.

Für die „professionelle Kirchenkritik“ hätte das eine schwierige Situation sein können. Wurde sie freilich nicht, wie Josef Bordat als Beobachter deutscher Verhältnisse erzählt:

[…] Mit den rhetorischen Figuren, die dabei zum Vorschein kommen, können sich die Experten jedenfalls einer hohen B-Note sicher sein, folgen diese doch dem Anspruch, den Papst zu kritisieren (ein Muss), ohne sich mit Diktatoren einig zu zeigen (wäre doof), die Kirche zu fordern (ja, was denn sonst), ohne sie hinterher als Diskursteilnehmerin am Hals zu haben (das fehlte noch), die Kirche also auszuschließen (jawollja), sie aber dennoch zur aktiven Weltverbesserung zu verpflichten (sonst müssten am Ende noch Andere ran, vielleicht ja sogar sie selbst, die Experten). Die Panik, eine schweigende Kirche als Sündenbock zu verlieren, bringt mit der Angst, eine sprechende Kirche überziehe den Globus – wieder einmal – mit Hass, Gewalt und Krieg, einen recht bunten Wechselgesang zu Gehör. […]

Mehr bei Josef Bordat.

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