Kubanischer Vorfrühling?


Der Besuch des Papstes hat die prekäre Menschenrechtssituation in Kuba wieder ins Bewußtsein gebracht. Doch auch die wirtschaftliche Situation der Karibikinsel ist äußerst angespannt – so ist die Produktivität der staatlichen Landwirtschaft, des dominierenden Wirtschaftszweigs des Landes, so niedrig, daß 80% der Lebensmittel importiert werden müssen, wie der Economist in einem lesenswerten, ausführlichen Artikel über Kuba berichtet.

Zwar gibt es zögerliche Reformen, die unter Raúl Castro etwas an Schwung genommen haben, doch die ineffizienten, aufgeblähten und teuren Staatsbetriebe sind für das Regime, besonders die vielen mittleren Funktionäre, wichtige Quellen von Macht, Einfluß und Status, die nur preisgegeben werden, wenn es nicht mehr anders geht. So brechen Einzelunternehmen und kleine Genossenschaften in einigen mittlerweile erlaubten Bereichen durch die Schneedecke kubanischer Politik, doch rundherum lastet sie schwer auf dem Land. Ob es für einen Frühling bescheidenen Wohlstands reichen wird?

(über @a_sator)

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