2. August: Portiunkula


Maria von den Engeln (Portiuncula) in Assisi

Maria von den Engeln (Portiuncula) in Assisi

Mit dem 2. August hat es eine besondere Bewandtnis: Er ist nämlich der Tag des sogenannten Portiunkula-Ablasses. Er geht auf den Hl. Franziskus selbst zurück, der in der Portiunkula bei einer Predigt den vollkommenen Ablaß verkündete, den er von Papst Honorius III. erwirkt hatte. Später wurde dieser Ablaß von der Portiunkula auf alle franziskanischen Kirchen der Ersten und Zweiten Orden, dann auch der Dritten Orden ausgeweitet. Nach dem „Enchiridion indulgentiarum“ erstreckt sich der Portiunkula-Ablaß auch auf den Besuch einer Pfarrkirche, Bischofskirche oder Basilika.

Um den Ablaß zu empfangen, betet man am 2. August oder dem folgenden Sonntag in einer Kirche eines franziskanischen Ordens das Vater unser und das Glaubensbekenntnis. Am gleichen Tag, oder einige Tage davor bzw. danach legt man die hl. Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde ab, empfängt die hl. Kommunion und verrichtet ein Gebet auf Meinung des Heiligen Vaters (Ein Vater unser, ein Ave Maria und ein weiteres Gebet).

Die Portiunkula, das ist ein altes Kirchlein, das Unserer Lieben Frau von den Engeln gewidmet ist. Es war schon zu Zeiten des Hl. Franz von Assisi verfallen, und so baute er es nach einer Vision mit seinen eigenen Händen wieder auf. Das Kirchlein wurde zum Gründungsort seiner neuen Gemeinschaft, die später dort jedes Jahr ihr Pfingstkapitel abhielt, und zum Sterbeort des hl. Franziskus, der sich dorthin bringen ließ, als seine Kräfte schwanden. Im Barock wurde um die Portiunkula herum eine Basilika gebaut, um den Strömen an Gläubigen gerecht zu werden, die zu diesem Wirkungsort des hl. Franziskus pilgerten. Unter porziuncola.org kann man übrigens die offizielle Seite der Patriarchalbasilika finden.

Den Ablaß könnte man kurz so beschreiben: In der Beichte wird die Schuld vergeben; beim Ablaß geht es aber um die leidvollen Folgen unserer Sünde, die trotzdem bestehen. Wer mehr über den Ablaß wissen will, den darf ich auf diese alte Seite der deutschen Nuntiatur hinweisen.

[Update 2.8.2012, 21:20 Uhr] Hier wird auf dem Blog „Braut des Lammes“ die Geschichte, die zum Ablaß geführt hat, berührend geschildert. Dann wird einem auch sofort klar, warum dieses Ereignis in der ganzen Kirche begangen werden soll.

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