Die Geschichte vom „Retina-Display“


Apple hat mit dem Begriff „Retina-Display“ das Marketing hochauflösender Bildschirme grundlegend verändert, in dem sie den Vorteil greifbarer gemacht haben: Der Bildschirm soll also so hochauflösend sein, daß das menschliche Auge die einzelnen Bildpunkte bei entsprechendem Abstand nicht mehr unterscheiden kann.

Dieser Abstand ist dabei das entscheidende, denn im Prinzip ist jeder Bildschirm ein „Retina“-Bildschirm, wenn man ihn nur weit genug weghält. Die Prinzipien dahinter werden auf „The Verge“ anschaulich erklärt. Bei einem Tablet, das üblicherweise in einer Entfernung von fünfzig bis sechzig Zentimetern vom Auge gehalten wird, reicht eine Auflösung von etwa 175 Bildpunkten je Zoll, also etwas weniger als 70 Bildpunkten je Zentimeter, vollkommen aus, damit das menschliche Auge keinen Unterschied mehr zwischen den Punkten und damit auch zu einer höheren Auflösung erkennt.

Alles darüber hinaus ist eine Fleißaufgabe, die noch dazu die Zentraleinheit des Tablets belastet und die Laufzeit des Akkus merklich verkürzt. Apple hatte allerdings gar keine andere Wahl als zu übertreiben: Die höhere Auflösung wurde bei iPhone und iPad durch eine Verdopplung der Breite und Höhe in Bildpunkten erreicht, insgesamt also eine Vervierfachung der anzusteuernden Pixel, wodurch es möglich wurde, alle alten Anwendungen durch simples Vergrößern auf den neuen Geräten laufen zu lassen. Hätte Apple dagegen eine andere Auflösung gewählt, so wären anfangs kaum Programme für die neuen Versionen der Geräte zur Verfügung gestanden, was den Verkauf wohl negativ beeinflußt hätte. Die Akkulaufzeit des neuen iPad leidet jedoch unter dem hochauflösen Display und ist trotz um 70% größerer Kapazität kürzer als im Vorgängermodell.

Wer auf geizhals.at oder einer anderen Plattform zum Preisvergleich nach einen „Retina“-artigen Tablet sucht, braucht jedenfalls nur nach Geräten mit einem Pixelabstand bis 0,150 mm suchen, und wird auf eine überraschend große Auswahl treffen: Vom preiswerten Blackberry Playbook (ca. 270 Euro) bis zum ASUS Eee Pad Transformer Infinity (ca. 720 Euro) ist da für jeden Geschmack etwas dabei, das neue iPad in allen Varianten sowieso.

(via OSNews.com)

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