Wie extrem ist der Kurier wirklich?


Wie um meinen letzten Eintrag zur Berichterstattung über konservative Politiker im Allgemeinen und Paul Ryan im Speziellen zu bestätigen, hat die österreichische Tageszeitung Kurier eine Fotostrecke online gestellt, die den Lesern die „Fakten“ zu liefern verspricht, die aber stattdessen direkt aus der Wahlwerkstatt Obamas übernommen zu sein scheinen. Jedenfalls hat sich der zuständige Journalist nicht mit übermäßiger Recherche aufgehalten, denn schließlich weiß ohnehin jeder, daß Obama cool und seine politischen Gegner allesamt böse sind.

Als Beleg von Ryans angeblichem Extremismus wird dann ausgerechnet eine Äußerung David Axelrods herangezogen, Obamas Chefstratege für den Wahlkampf, anschließend werden einige Fehlinformationen lanciert. Freilich, der Kurier spielt damit, liest man die Leserkommentare, den Vorurteilen seiner Kundschaft in die Hände. Vielleicht ist also diese Fehlberichterstattung doch einfach bewußtes Forcieren dieser Vorurteile, die im deutschsprachigen Raum höchst salonfähig sind.

Passend dazu eine Satire von Claudio Casula auf der „Achse des Guten“ über die unterschiedliche Medienperspektive auf Obama und Romney, die aber eigentlich nicht sehr lustig ist, da er sie genauso gut als simples Copy/Paste aus realen Zeitungstexten zusammenflicken hätte können.

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