Ein kleiner Blick in die Orthodoxie


Immer wieder wird von diversen „Reformern“ im Prinzip gefordert, die katholische Kirche müsse strukturelle und/oder inhaltliche Formen anderer Gemeinschaften übernehmen, wolle sie bestehen. Das da oft eine Verwechslung einer Kirche, der es um die Wahrheit gehen sollte, mit einer Partei oder politischen Bewegung, die maximale Unterstützung zur Durchsetzung ihrer Anliegen braucht, dahintersteht, ist nur ein Kritikpunkt daran.

Ein anderer ist, dass diese anderen Gemeinschaften oft einfach als funktionierend dargestellt werden, obwohl sie durchaus ihre eigenen Probleme mit den gelobten Strukturen haben. Das stellt Georg Schimmerl auf seinem Notizblog recht anschaulich für die orthodoxen Kirchen dar, durchaus empathisch für die Geschichte, den liturgischen Reichtum und die Situation dieser Kirchen, die in schwierigen Zeiten und Orten die Botschaft Christi weitergetragen haben, aber auch mit einem Blick für die strukturellen Probleme, angefangen beim tiefverwurzelten Nationalismus bis zur Belastung durch kaum vorhandene panorthodoxe Entscheidungsstrukturen, die selbst in Fragen des Kalenders zu unüberbrückbaren Gräben geführt hat. Ja, so einfach ist das mit den unabhängigen Patriarchaten nicht, wie es sich Otto-Hermann Pesch vorstellt. (Mehr zu Peschs Forderung übrigens auf Eum Loquatur.)

NB: Auf zeitzubeten.org erscheint gerade eine Artikelserie über die Russisch-Orthodoxe Kirche.

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