Zu Andy Williams


Andy Williams ist bei uns nicht so bekannt wie Frank Sinatra oder Dean Martin, doch sein Sound ist viel mehr Leuten im Ohr als man denkt. Seine Version von „Can’t Take My Eyes Off You“ hat zum Beispiel mich in der Tanzschule unzählige Male begleitet und ins Schwitzen gebracht. Nicht, weil er so schnell gesungen hätte, sondern weil meine Tanzkünste noch sehr ausbaufähig waren.

Vor kurzem ist er nun 84jährig nach einem langen Kampf gegen den Krebs gestorben – der letzte der alten Crooner, und einer der authentischten. In einem wunderbaren Nachruf bei ABC wird erzählt, daß seine ruhige, gelassene und freundliche Art auf der Showbühne nicht gespielt, sondern einfach seine Wesensart war. Kurz versuchte er es mit Rock’n’Roll-Nummern in den Fünfzigern, aber das entsprach einfach nicht seinem Charakter. Stattdessen veredelte seien sanfte, einmal heiter-gelassene, dann wieder melancholische Stimme unzählige Songs, von „Moon River“, das zu seinem Markenzeichen wurde, über „Solitaire“ bis zu „Charade“.

In den USA hatte er später einen Status als Entertainer der ganzen Familie ähnlich wie bei uns Peter Alexander, zuerst mit einer eigenen Fernsehshow, dann mit Weihnachtssendungen. Er trat jahrzehntelang in Las Vegas auf, füllte noch vor wenigen Jahren u.a. die Royal Albert Hall. Bis kurz vor seinem Tod arbeitete er unermüdlich und mit Würde.

Als kleine Reminiszenz an den großen Crooner erinnere ich an den Soundtrack vieler Tanzschulstunden:


Und mit einem Song, der nicht ganz so typisch ist, aber dafür vor ein paar Jahren sogar wieder recht populär wurde – „Music to Watch Girls By“:

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