Angela Merkel, verfolgte Christen, vielsagende Kritik


Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat etwas Mutiges getan, in dem sie die Wahrheit gesagt hat. Und es bekommt ihr natürlich in unserer Gesellschaft nicht gut.

Sie hat bei der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands festgestellt, daß derzeit das Christentum die meist verfolgte Religion der Welt sei. Die Fakten geben ihr Recht: In China, Nordkorea, nahezu in der gesamten islamischen Welt von Pakistan über Saudi-Arabien bis Westafrika: Überall müssen Menschen für ihren christlichen Glauben manchmal mit dem Leben, zumindest aber mit ihrer Freiheit bezahlen. Die Zahl der Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, geht in die zig Millionen.

Zeitgleich berichtet die Nachrichtenagentur Fides, daß in Indien im Bundesstaat Orissa zwei Mädchen, beide 13, vergewaltigt, eines davon auch getötet wurde. Sie waren Christen, die Täter nach Augenzeugen radikale Hindus, die beiden unabhängig voneinander verübten Taten stehen in Zusammenhang mit dem Dashahara-Fest. Die Polizei hat offenbar kein Interesse an der Aufklärung des Falles, so die Agentur. Nur ein scheinbar kleines, für die Betroffenen aber katastrophales Beispiel, das mühelos um hunderte andere vermehrt werden könnte.

Was ist die Reaktion darauf? Gleich wird etwa in der „Welt“ das Wort „umstrittene Äußerungen“ für Merkels Aussage verwendet, ein Epithet, das nur zum Einsatz kommt, wenn das Blatt den Inhalt der Äußerungen diskreditieren will. In den Medien als „Menschenrechtler“ identifizierte Personen und die deutschen Grünen kritisieren sie scharf und werfen ihr vor, Religionen gegeneinander auszuspielen. Das ist natürlich eine Finte, und so kann man Merkels Rede — hier der volle Wortlaut — nur böswilligst interpretieren. Es geht den zitierten Kritikern wohl mehrheitlich
darum, vom eigentlichen Problem abzulenken: Im Weltbild dieser Personen ist das Christentum eine „Täterreligion“, und verfolgte Christen interessieren sie nebbich. Quasi: Selber schuld. Und was nicht ins Weltbild paßt, wird bekanntlich passend gemacht.

Treffend dazu auch Elsas Nachtbrevier.

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5 Gedanken zu “Angela Merkel, verfolgte Christen, vielsagende Kritik

  1. Sehr guter Artikel! Ich bin froh, dass Politiker sich trauen, die Wahrheit zu sagen, auch wenn Kritik am radikalen Islam und ähnliches heutzutage „politisch inkorrekt“ ist. DIe Welt muss auf das Leid verfolgter Christen aufmerksam gemacht werden – vielleicht merken Muslime dann, wie gut es ihnen vergleichsweise in Europa, Amerika und Israel geht!

    Mehr Infos zu diesem und ähnlichen Themen:

    http://foref.info/
    http://www.opendoors.org/

    • Traurig. Jahrhunderte haben die christlichen Gemeinden dort unter widrigsten Bedingungen überlebt – und nicht zuletzt durch Zutun Europas, das in der Regel genau diejenigen unterstützt, die Vertreibungen zumindest dulden, wird eine uralte Tradition zu Ende gehen.

      Soweit ich weiß, wird es in Wien (vielleicht auch anderswo?) am 10. Dezember einen Fackelzug für verfolgte Christen geben. Nähere Infos werden hoffentlich rechtzeitig etwa bei den Diözesen bekanntgegeben.

  2. Bravo, ein sehr guter Bericht. Ich stimme Ihnen zu, es wird oft durcheinander gebracht, ein Recht anderer Religionen auf eine Existenz mit dem Recht unserer christlichen Religion auf ihre Existenz. Warum kann ich nicht für eine freie sichere Religionsausübung z.B. von Muslimen in Deutschland eintreten aber gleichzeitig einfordern, dass dieses auch in den muslimischen Ländern für die Christen gewährleistet sein muss. Europa muss sich schnellstens von seinem schlechten Gewissen befreien, welches es durch die nicht erfolgte Aufarbeitung von Kolonialismus, Kriegen usw. hat. Ein schlechtes Gewissen ist nur sehr begrenzt hilfreich, weil es den Blick in die Zukunft einengt. Wir brauchen ein aktives Eintreten für das gleiche Recht auf freie Religionsausübung, wo auch immer und aller Religionen.

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