200 Jahre US-Kongress im Farbverlauf


Die ideologische Zusammensetzung des US-Kongresses an Hand einer Links-Rechts-Achse von George Washington bis heute darzustellen, das ist ein gewagtes Vorhaben. Dabei auch noch zu berücksichtigen, daß Parteizugehörigkeit und eigene ideologische Ausrichtung gerade im US-Zweiparteiensystem nicht übereinstimmen müssen, macht es nicht einfacher. Bei xkcd wird es trotzdem versucht. Und es ist sehr informativ geworden, mit vielen (im wahrsten Sinne des Wortes) kleinen Details angereichert.

Was sich dabei gut ablesen läßt: In einem Zweiparteiensystem kann nie eine dauerhaft dominant sein. Irgendwann bricht ein Teil aus ihrer Koalition aus und wechselt zur anderen Partei, weil seine Interessen so besser vertreten werden. Und das kann schnell gehen. 2004 haben manche Demokraten Angst davor gehabt, ewig Opposition bleiben zu müssen. 2012 sorgen sich viele Republikaner um das nämliche. Oder gehen wir weiter zurück: Nach der verheerenden Niederlage der Republikaner 1964 galten sie als abgeschrieben. 1968 wurde der Republikaner Richard Nixon zum Präsidenten gewählt. Über kurz oder lang kommt eben auch die andere Partei wieder zum Zug.

Es ist im Vergleich auch folgendes bedenkenswert: Hat gerade der Umstand, daß es in Österreich kein Zweiparteiensystem gibt, zuerst die beständige Kanzlerschaft der ÖVP (1945-1970), dann der SPÖ (1970-2000) einzementiert, jedenfalls aber die indirekte oder direkte gemeinsame Regierung von SPÖ und ÖVP? Anders als in Deutschland haben sich mögliche anderweitige Koalitionen ja oft als nicht praktikabel erwiesen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s