Die Schule soll „ganz schön intim“ werden


Wir hatten in Österreich schon einmal eine heftige Diskussion um einen sogenannten „Sexkoffer“, der eine frühe Sexualisierung der Kinder propagierte und die Kinder mit Ansichten zur Sexualität indoktrinieren sollte, die weder den Intentionen der Elternmehrheit noch der Mehrheitsgesellschaft entsprochen haben. Das ganze geriet für die damalige Unterrichtsministerin Hilde Hawlicek zum Fiasko.

Was als mehrheitsfähig gilt, hat sich mittlerweile geändert, wozu geschickte Agitation und die Schweigespirale beigetragen haben, mittels derer Mehrheitsmeinungen unterdrückt werden. Nicht geändert hat sich der Drang gewisser Teile der Linken, die Kinder zu sexualisieren und zu indoktrinieren. Sogenannte „heteronormative“ Einstellungen sollten mit neuen Unterrichtsmaterialien ausgemerzt werden. Die Kinder sollen lernen, daß der Mensch nicht bloß als Mann und Frau, sondern in vielfältigen, relativ beliebig definierten Geschlechtern existiere, Sexualität eine Sache beliebiger Zusammensetzung und Zahl sei und mit Kindern natürlich nichts zu tun habe. Die Familie wird ausdrücklich diskreditiert und der Verwunderung Ausdruck verliehen, daß sich immer noch Menschen nach einer Familie mit Vater und Mutter sehnen.

Der mit der Produktion der Materialien „Ganz schön intim“ betraute Verein „Selbstlaut“ beschäftigt sich laut eigenen Angaben mit der Prävention sexueller Gewalt. Tatsächlich scheint das nur eine untergeordnete Rolle zu spielen; es geht weniger um Abwehr von Übergriffen als „spielerisches Erlernen“ von sexuellen Normen, wie sie vom Verein gesehen werden. Was für mich besonders bedenklich ist: Genau in diesem Geist des spielerischen Erlernens sind in den Siebziger Jahren etliche Übergriffe auf Kinder zumindest gerechtfertigt worden, siehe Daniel Cohn-Bendit. Das ist ja auch nicht überraschend; vorzeitige Sexualisierung erhöht natürlich die Gefahr von Übergriffen.

Doch im Grunde geht es um etwas ganz simples: Kritiker sind der Meinung, daß in so sensiblen Fragen wie der Sexualität gerade in einem kulturell vielfältigen Land die Eltern den Vorrang in der Erziehung ihrer Kinder haben sollten, nicht weltfremde Bürokraten. Unterrichtsministerin Claudia Schmied dagegen, selbst übrigens kinderlos, will Eltern möglichst wenig Erziehung und Kinderzeit überlassen – daher auch das Lobbying für die verpflichtende Ganztagsschule –, weil sie überzeugt ist, daß erleuchtete Diener des Staates klüger als die Eltern entscheiden können, was notwendig ist.

Ach ja: Es gibt eine Facebook-Gruppe „Skandal im bm:ukk“, die über die neuesten Entwicklungen in dieser Causa berichtet.

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5 Gedanken zu “Die Schule soll „ganz schön intim“ werden

  1. Schrecklich. Ich will mir nicht ausmalen, auf was für Zeiten wir da zusteuern! Mit einer „frühaufklärung“ dämmt man sicherlich nicht teenagerschwangerschaften und die ausbreitung von aids ein. und die psychischen folgen für betroffene kinder lassen sich jetzt noch nicht ausmalen. Leider ist es „politisch inkorrekt“, etwas dagegen zu sagen und wird von der meinungsdiktatorischen Linken sicherlich als „faschist“ tituliert, wenn man dagegen protestiert.

  2. Man darf sich nicht einschüchtern lassen, denn genau darauf setzen Schmied & Co. Und wenn es ein paar Einträge auf Blogs und auf Facebook sind, oder ein Leserbrief: Kleine Zeichen nur, aber Zeichen.

  3. Pingback: Erster Eltern-Erfolg gegen Schmied « Aus dem Hollerbusch

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