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Grausame Tage in Nanking


Am 13. Dezember 1937 begann das Massaker von Nanking, ein unvorstellbar grausames Gemetzel japanischer Soldaten an der chinesischen Zivilbevölkerung der damaligen chinesischen Hauptstadt. Die japanische Führung entband die Soldaten ausdrücklich von der Einhaltung der Haager Landkriegsordnung zur Behandlung von Kriegsgefangenen, und stellte ihnen einen Freibrief für jegliche Untaten aus. Wohl hunderttausende Menschen wurden dabei umgebracht, auf Art und Weisen, die man eher in Beschreibungen der Hölle vermuten würde. Wer den Wikipedia-Artikel liest und über die Bilder dazu nachdenkt, der braucht starke Nerven.

Bei uns ist dieses Ereignis durch den Film „John Rabe“ bekannter geworden. Der Deutsche John Rabe und seine Mitstreiter, allesamt in Nanking lebende Ausländer, konnten bekanntlich tausenden Chinesen das Leben retten, mußten aber mitansehen, wie noch viel mehr Menschen getötet wurden. Interessant dazu dieser Beitrag bei Telepolis zu John Rabe und Nanking.

Heutzutage wird das Andenken an das Massaker genutzt, um in China Ressentiments gegen Japan zu schüren; in Japan wird es dagegen auch heute noch gerne heruntergespielt. Nicht einmal für ein „Nie wieder!“ taugt es, denn seither gab es leider schon andere grausame Massaker, von Srebrenica bis zum Völkermord in Ruanda. Und doch mahnt uns Nanking, wie schnell Barbarei und Entmenschlichung zur Norm werden können.

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