Ägypten: Christen ins Gefängnis


In Ägypten wurden alle Mitglieder einer Familie zu 15 Jahren Haft verurteilt, weil sie (wieder) Christen wurden. Die Beamten, die die entsprechenden Urkundenänderung durchgeführt haben, kommen ebenfalls ins Gefängnis. Hintergrund war, daß eine Christin offenbar zur Ehe zum Islam übertreten mußte, nach dem Tod ihres Mannes aber mit ihren Kindern ihren eigentlichen Glauben wieder annehmen wollte. Das berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte.

Ägypten ist u.a. Vertragssstaat der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der Konvention über die Rechte der Kinder. Es ist im Widerspruch zu beiden völkerrechtlichen Verpflichtungen, Menschen wegen ihrer Religionszugehörigkeit (oder des Wechsels ihrer Religionszugehörigkeit) einzusperren. Es wird Präsident Mursi aber nicht stören, da er den folgenlosen Bruch der völkerrechtlichen Verpflichtungen Ägyptens lieber in Kauf nehmen wird als den Bruch mit der Ideologie der Moslembruderschaft und wohl auch der Mehrheit der Ägypter.

Eine der Früchte des „Arabischen Frühlings“, weswegen wir nicht viel davon hören. Eine der Gründe, sehr sorgsam mit jeder Unterstützung für Ägypten umzugehen, das sich offenbar rasch jeden Verdachts entledigen will, eine freiheitliche Demokratie zu sein.

Siehe auch diesen Bericht auf kath.net.

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