Maria Lichtmeß: Schmücke Dein Brautgemach, Zion!


Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest Darstellung des Herrn oder Maria Lichtmeß. Am vierzigsten Tag nach der Geburt eines Knaben, so schreibt die Torah vor, soll die Mutter gereinigt werden. In Erinnerung an diesen jüdischen Brauch hieß das Fest ja auch lange „Purificatio Mariae“, Reinigung Mariens. Aber es wird auch der Erfüllung eines anderen Gebots der Torah gedacht, der Darbringung des Erstgeborenen an den Herrn.

An diesem Tag wurde früher eine Antiphon zur Kerzenprozession gesungen, die auf Johannes Damascenus zurückgehen soll: „Adorna thalamum tuum“. Dieser Text faßt das Festgeheimnis in knapper und doch poetischer Weise zusammen. Hier in einer Fassung von William Byrd zu hören:

Adorna thalamum tuum, Sion,
et suscipe Regem Christum:
amplectere Mariam,
quae est coelestis porta:
ipsa enim portat Regem
gloriae novi luminis.
Subsistit Virgo,
adducens manibus Filium
ante luciferum genitum:
quem accipiens Simeon in ulnas suas praedicavit populis
Dominum eum esse vitae et mortis
et Salvatorem mundi.

Schmücke Dein Brautgemach, Zion,
und nimm Christus, den König auf:
umarme Maria,
die die himmlische Pforte ist,
denn sie selbst bringt den König
des Ruhmes des neuen Lichts.
Die Jungfrau steht,
in den Händen den Sohn herbeiführend,
der vor dem Morgenstern gezeugt wurde,
den Simeon in seine Arme nimmt und den Völkern verkündet,
daß dieser der Herr des Lebens und des Todes sei
und der Heiland der Welt.

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