Stöckelschuhe für den Sonnenkönig


Heute fehlt mir die Zeit zum Bloggen, daher nur eine kurze Rutsche auf einen Artikel, der nach den bedeutungsvollen Ereignissen der letzten Tage ein wenig von der leichteren Seite kommt:

„Warum tragen Männer keine Stöckelschule mehr?“, fragt die BBC. Denn im 17. und beginnenden 18. Jahrhundert waren Schuhe mit hohen Absätzen — von den Plateauschuhen, die schon früher aus praktischen Gründen allgemein verbreitet waren, zu unterscheiden – ein von hochstehenden Männern wie König Ludwig XIV. gern getragenes Accessoire. Spätestens mit der Französischen Revolution verschwanden sie aber aus den Schuhschränken der Männer.

Freilich ist die Geschichte mit den persischen Wurzeln der Stöckelschuhe, wie der BBC-Bericht sie erzählt, nur eine von vielen Varianten. Auch ein französischer Ursprung ist z.B. möglich. Wer spätmittelalterliches Schuhwerk aus Europa (Plateauschuhe mit türkischem Einfluß) gesehen hat, wird erkennen, daß es jedenfalls nicht viel gebraucht hat, um daraus Stöckelschuhe zu entwickeln.

Wie aus dem Symbol einflußreicher Männer ein Symbol weiblicher Erotik geworden ist, liest sich spannend und hält ein paar Überraschungen parat. Hier gibt es übrigens eine umfassendere Geschichte der Stöckelschuhe, die auch die weibliche Seite nicht vernachlässigt.

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