Most of our people never had it so good


Tim Harford ist ein Populärwissenschafter im besten Sinn des Wortes: Er verpackt ökonomisches Wissen in anschauliche, alltagstaugliche Beispiele, bildet unterhaltend die Öffentlichkeit, ohne durch allzugroße Vereinfachung seine Leser zu verbilden oder durch allzu abgehobene Sprache zu verachten.

Nun hat er für die BBC einen interessanten Kurzbeitrag zur Entwicklung des Lebensstandard der Briten heute in der Wirtschaftskrise und im langjährigen Vergleich der letzten fünfzig Jahre gedreht.

Aufhänger dafür ist der berühmte Spruch des früheren britischen Premiers Harold Macmillan aus dem Jahr 1957: „Most of our people never had it so good.“ Angesichts des wirtschaftlichen Aufschwungs der Fünfziger Jahre eine verständliche und durchaus richtige Aussage.

Die Entwicklung der Einkommensperzentilen, die Harford kurz thematisiert, ist freilich ebenfalls nicht die ganze Geschichte, denn der Großteil der Menschen wandert im Laufe ihres Erwerbslebens durch verschiedene Einkommensperzentilen. Ein Beispiel: Der Student mit Nebenjob oder der Lehrling bewegt sich in einer unteren Perzentile, derselbe Mensch ist Jahre später als fertiger Akademiker oder erfahrener Meister in einer weitaus höheren Perzentile anzutreffen. Für die Entwicklung der persönlichen Lebensverdienstsumme — oder, noch wichtiger: der Lebenskonsummöglichkeiten — sagt die Entwicklung dieser einzelnen Perzentilen also nur beschränkt etwas aus.

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