Die Entkernung des Gymnasiums


Zur neuen Lehrerausbildung in Österreich kann man als normaler Bürger noch gar nicht viel sagen – wo doch selbst die verantwortlichen Minister Töchterle und Schmied über die genaue Bedeutung ihres Kompromisses kurz nach harmonischer Pressekonferenz nicht mehr einer Meinung sind. Doch scheint es nach den bisherigen Informationen, daß man etliche Fehler anderer Länder wiederholen will und noch ein paar eigene draufsetzt. Da paßt zufälligerweise ein Kommentar von Heike Scholl in der FAZ exzellent, in dem es eigentlich um eine Reform der Lehrerausbildung in Deutschland geht, aber mit dem gleichen Ziel: Dem Ende der ausgebildeten Fachlehrer in höheren Schulen, und der Einführung einheitlicher Stufenlehrer, egal, wofür sie eingesetzt werden sollen. Scholls Resümee:

Heute geht es darum, die Gemeinschaftsschule als allein seligmachende Schulform durchzusetzen. Die Entkernung des Gymnasiums schreitet fort. In etwa zehn Jahren werden sich nur noch die Türschilder der beiden Schularten unterscheiden, weil es den Gymnasiallehrer mit hohem fachwissenschaftlichen Niveau kaum noch gibt. Die einzigen Nutznießer solcher Fehlplanungen werden die Privatschulen sein. Die Gymnasialeltern müssen sich wehren, bevor es zu spät ist.

Da könnte es doch glatt um Österreich gehen.

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