Keith Richards First Law of Delinquency


Die Episode um einen jugendlichen „Youth Crime Commissioner“ im britischen Kent, der dann wegen inkriminierter Tweets zurücktreten mußte, ist an und für sich unerheblich. Die 17jährige ist dabei aber in die Mühlen des Erregungsjournalismus geraten, der regelmäßig neue Opfer braucht. Man kann nur hoffen, daß dieses kurze nationale Gewitter sie nicht aus der Bahn wirft.

Rafael Behr hat im britischen linken Traditionsblatt „Observer“ daraus ironisch-korrekte Schlüsse gezogen, die er „The Rules“ nennt, wie z.B. „Keith Richards First Law of Delinquency“:

Teenage behaviour is publicly acceptable in anyone apart from teenagers. […] Indulgence of youth increases in inverse proportion to the youth of the indulged.

Oder „Lydon’s Paradox“:

It is better to have flirted with riot and survived than to have avoided it altogether. Hence, there are more respectable ex-punks today than there were ever actual punks.

Siehe auch den „Bullingdon Point“:

The admissible adult limit of youthful misdemeanour is mild recreational drug use with bouts of drunken disorder up to and including minor acts of criminal damage. These must have occurred long enough ago to now seem victimless. […] Given sufficient time, acts that would be condemned in today’s youth can be filed away with an indulgent smile alongside embarrassing old record purchases.

Es gibt noch mehr zu entdecken. Durchaus amüsant, auch wenn man politisch anderer Meinung ist, und wohl in Österreich ebenso zutreffend,

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