Mord in London, Unverschämtheit im ORF


Der grausame Mord an einem britischen Soldaten außer Dienst im englischen Woolwich durch Islamisten ist für sich schon schlimm genug. Die beiden Angreifer haben den unbewaffneten Mann angegriffen, mehrfach auf ihn eingestochen und mit einer Machete den Kopf abgetrennt. Es blieb der zweifachen Mutter und Pfadfinderin Ingrid Loyau-Kennett über, die Täter zu konfrontieren, weil sie dem Opfer helfen wollte bzw. die Täter soweit ablenken wollte, daß sie auf der geschäftigen Straße im Großraum London keine weiteren Menschen töten. Die Polizei benötigte dagegen zwanzig Minuten zum Einsatzort.

Die Intention der Täter ist klar: Niemand wird sicher sein, der Kampf wird bis zum Endsieg fortdauern. „Allahu akbar“ haben die beiden während des Mordes mehrfach ausgerufen. Um diese Botschaft zu verbreiten, haben sie sogar die Ankunft der Polizei abgewartet. Nicht, daß der Mord womöglich aus politischen Gründen anderen zugerechnet wird.

Während die „Presse“ ausführlich über die Tat berichtet, sind die Salzburger Nachrichten  schon wesentlich verklausulierter. Den Vogel schießt aber der ORF ab, der die Überschrift zusammenbringt: „Attacken auf Muslime nach Mord in London“ (siehe Bild). Der unbedarfte Leser könnte hier sogar vermuten, daß es nach einem Mord an einem Muslimen zu weiteren Attacken gekommen sei. Mittlerweile haben sie den Bildtext auf „Nach Mord an Soldaten: Attacken auf Muslime in London“ geändert. Doch die Reaktionstaten, die sich im Wesentlichen auf Sachbeschädigung und einen dilettantischen Versuch, in eine Moschee einzudringen, beschränken, mit einem Mord als äquivalent zu sehen – das ist doch ganz schön frech. Und unverschämt gegenüber dem Opfer.

ORF zum Mord in London

ORF zum Mord in London

Hier zum Vergleich die Titelseiten britischer Zeitungen. Der Muslimische Rat von Großbritannien und die Islamische Gesellschaft haben die Taten deutlich verurteilt und daran erinnert, daß viele Muslime in der britischen Armee dienen. Einige von ihnen waren übrigens vor Jahren selbst Ziel eines geplanten Terroranschlags durch Islamisten, der glücklicherweise vorzeitig entdeckt wurde.

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