Eine Frage zum Ramadan


Es steht mir nicht zu, über Gebräuche und Vorschriften anderer Religionsgemeinschaften herzuziehen. Doch der „Presse“-Artikel von Köksal Baltaci läßt mich am spirtuellen Sinn des Ramadans etwas zweifeln. Die Überschrift: „Heißhunger: Ramadan ist Geschäft für Märkte“ Während des Ramadans würde in den Lebensmittelgeschäften in eher moslemisch bewohnten Stadtteilen Wien der Umsatz spürbar zunehmen. Ist das nun Ausdruck der jahrhundertelangen Tradition, so daß der Ramadan  eigentlich kein Fastenmonat ist, sondern eine Verschiebung des Lebensrhythmus bezweckt? Oder ist das eher das Gegenteil des Vorgeschriebenen – man sollte sich auch in der Nacht mäßigen, es fällt einem halt nur so schwer? Wer weiß da mehr?

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4 Gedanken zu “Eine Frage zum Ramadan

  1. Hallo liebe Interessierter/lieber Interessierter.

    Ich möchte gerne mit einem Zitat aus dem Quran beginnen.

    Sure 2, Vers 183-187
    Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein.
    (Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten). Und wenn einer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Fastens auferlegt). Und diejenigen, die es (an sich) leisten können, sind (wenn sie es trotzdem versäumen) zu einer Ersatzleistung (fidya) verpflichtet, (nämlich) zur Speisung eines Armen. Und wenn einer freiwillig ein gutes Werk leistet, ist das besser für ihn. Und es ist besser für euch, ihr fastet, wenn (anders) ihr (richtig zu urteilen) wißt.
    (Fastenzeit ist) der Monat Ramadan, in dem der Koran (erstmals) als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist, und (die einzelnen Koranverse) als klare Beweise (baiyinaat) der Rechleitung und der Unterscheidung (? al-furqaan). Und wer von euch während des Monats anwesend ist, soll in ihm fasten. Und wenn einer krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Versäumten auferlegt). Allah will es euch leicht machen, nicht schwer. Macht darum (durch nachträgliches Fasten) die Zahl (der vorgeschriebenen Fastentage) voll und preist Allah dafür, daß er euch rechtgeleitet hat! Vielleicht werdet ihr dankbar sein.
    Und wenn dich meine Diener nach mir fragen, so bin ich (ihnen) nahe und erhöre, wenn einer zu mir betet, sein Gebet. Sie sollen nun (auch ihrerseits) auf mich hören und an mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen.
    Es ist euch erlaubt, zur Fastenzeit bei Nacht mit euren Frauen Umgang zu pflegen. Sie sind für euch, und ihr für sie (wie) eine Bekleidung. Allah weiß (wohl), daß ihr (solange der Umgang mit Frauen während der Fastenzeit auch bei Nacht als verboten galt) euch (immer wieder) selber betrogen habt. Und nun hat er sich euch (gnädig) wieder zugewandt und euch verziehen. Von jetzt ab berührt sie (unbedenklich) und geht dem nach, was Allah euch (als Zugeständnis für die Nächte der Fastenzeit) bestimmt hat, und eßt und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt! Hierauf haltet das Fasten durch bis zur Nacht! Und berührt sie nicht, während ihr (zur Andacht) an den Kultstätten verweilt! Das sind die Gebote Allahs. Verstoßt nicht dagegen! So macht Allah den Menschen seine Verse klar. Vielleicht würden sie gottesfürchtig sein.

    In diesem Abschnitt des Korans wird alles zusammen gefasst was man über den Monat Ramadan wissen muss. Allah sagt am Anfang „Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein.“ In erster Linie ist das Fasten da, um gottesfürchtig zu werden. Mit dem Fasten zeigt der Diener, dass er ohne Allah gesehen zu haben an Ihn glaubt und weiß, dass Allah ihn sehen kann, wenn er während des Fastens Nahrung zu sich nimmt. Der Prophet Muhammad hat sein Fasten mit Dattel und Wasser gebrochen.
    Wir Muslime sind verpflichtet dem Beispiel des Propheten zu folgen.

    Wenn du Interesse hast, zeige ich Hadithe(Überlieferungen aus der Zeit des Propheten) über das Fasten.

  2. Die muslimischen Kinder, mit denen ich zu tun habe, sagen mir, dass ihre Familien zumindest am Abend lange zusammensitzen und tafeln, und dass es dann die größten Köstlichkeiten gibt. Zumindest einige Kinder meinen, ihre Mamas wären ein bisschen traurig darüber, dass sie im Ramadan immer zunehmen.
    That’s it, totally anecdotal evidence.

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