… und die Erde ist eine Scheibe


Mancher glaubt heutzutage, wir seien weniger anfällig für Märchen und Aberglauben als unsere Altvorderen. Das dem nicht so ist, beweisen die vielen modernen Sagen, Legenden und Verschwörungstheorien, die sich hartnäckig halten. Eine davon ist der Irrglaube, die europäischen Gelehrten des Mittelalters hätten angenommen, die Erde sei eine Scheibe. Das wird meist noch mit einem gewissen Unterton vorgebracht, der die Verwunderung des aufgeklärten Menschen des 21. Jahrhunderts zum Ausdruck bringt, wie die Menschen früher so dumm sein konnten.

Überraschung: Das Wissen um die Kugelgestalt der Erde ging auch in der Völkerwanderungszeit nicht verloren, und ist bereits in frühmittelalterlichen Schriften wie denen des Angelsachsen Beda Venerabilis bezeugt.

Randall Munroe, selbst Naturwissenschafter, nimmt die Einstellung in seinem Comic xkcd.com süffisant aufs Korn — mit einem pikanten Beispiel: Christoph Columbus vertrat hinsichtlich des Umfangs der Erde eine im Rückblick falsche These, während seine Kritiker, die eine größere Erdkugel als Columbus postulierten, der Wahrheit näher kamen.

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