Armutsbekämpfung: Wachstum oder Umverteilung?


Wie bekämpft man Armut am besten? Wirtschaftswachstum? Umverteilung? Freier Handel und Arbeitsteilung? Freie Einwanderung? Die Meinungen gehen hier auseinander, und um diese Frage werden erbitterte Glaubenskriege geführt. Doch was nützt es den wirklich Armen etwa in Kenya oder Peru, wenn eine Meinung in der öffentlichen Arena der Geldgeberländer siegt, wenn sie in der Praxis nicht zu steigendem Wohlstand führt?

Im Economist findet sich zu diesem Thema ein guter Artikel, in dem die Studien von David Dollar und Aart Kray zur Wirkung von Wachstum auf das Einkommen des ärmsten Quintils der Bevölkerung aus den Jahren 1991 und 2013 verglichen werden: „Poverty, growth and the World bank: A dollar a day“. Sukkus: Wachstum hat empirisch den größeren Anteil an der Verringerung absoluter Armut. Bei Umverteilung muss man freilich zwischen effektiv wachstumsfeindlichen Strategien und bloßem Risikoausgleich (z.B. Arbeitslosenversicherung) unterscheiden. Bei ersteren besteht eine Spannung zum Wachstumsziel, um damit zur langfristigen Steigerung des Wohlstands; zweitere können sogar einen positiven Effekt auf das Wachstum haben.

Freilich: Wachstum ist nicht alles. Doch in einem Land mit hohem Wohlstand sagt sich das auch ziemlich leicht.

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