Tim Harford gibt E-Mail-Tipps


Sein E-Mail-Postfach unter Kontrolle zu halten, ist keine leichte Aufgabe. Nicht umsonst gibt es im Internet hunderte verschiedene Anleitungen dafür, wie man die laufende Flut an Nachrichten bewältigen kann. Eine mehr hat der bekannte Ökonom Tim Harford verfasst, die durchaus interessant ist. Er vermeidet großteils den üblichen Marketingsprech und verheimlicht auch die Unzulänglichkeiten seiner Strategie nicht.

Grob gesagt: E-Mails rasch in Aufgaben, Archiv und Papierkorb aufteilen, so dass die Inbox möglichst leer ist. Bei den heutigen Suchfunktionen sei es auch gar nicht der Mühe wert, Mails in Dutzende Ordner aufzuteilen; das koste mehr Zeit, als man sich beim Suchen erspare. Und: Man muss sich immer bewusst sein, dass einmal versendete E-Mails nicht mehr unter eigener Kontrolle stehen; daher sollte man sie immer mit dem Wissen im Hinterkopf verfassen, dass sie von völlig ungeplanten Adressaten gelesen werden könnten.

Besonders zutreffend ist mMn seine Beschreibung der sozialen Medien des Web 2.0:

Soziale Medien – Facebook, Twitter, Google Plus+ und der Rest – sind aus einem ganz einfachen Grund im Fluss: Sie sind alle schrecklich.

Facebook ist unerträglich; selbst wenn es keine Besorgnis über Datenschutz und Werbung gäbe, wäre es immer noch unerträglich: Die Website ist ein umständliches, unberechenbares Durcheinander. Twitter macht Spaß, ist aber voller Fehler. Versuchen Sie, einer Diskussion oder Auseinandersetzung zu folgen, oder nach einen interessanten Link zu suchen, den jemand vor einigen Tagen getweetet hat, und finden Sie heraus, wie einfach Sie das finden. [Übersetzung d. A.]

Daher automatisiert er seine Interaktionen damit weitgehend, und konzentriert sie. Kein ständiges Nachsehen um den Preis, nicht gleich zu reagieren.

Dafür preist er die Fähigkeiten von RSS, also der Möglichkeit, Websites zu abonnieren. Mit der Einstellung von Google Reader haben sich bekanntlich viele neue Möglichkeiten eröffnet, solche RSS-Feeds zu konsumieren, von Feedly bis zu Newsgator. Man darf nur dabei nicht den Ehrgeiz haben, alles zu lesen, was einem unterkommt.

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