Die Insel der Schriftsteller


Wenn es ein Land gibt, in dem man sich wirklich nicht darüber beschweren darf, dass zu wenig gelesen wird, dann ist das Island. Lange Winternächte und eine gut gepflegte Buchkultur fördern das Abenteuer im Kopf. Nicht zu vergessen der alte Brauch des Geschichtenerzählens.

Das sorgt dafür, dass jeder zehnte Isländer bereits ein Buch veröffentlicht hat, wie die BBC berichtet. Das ist auch durch den immer leichteren Selbstverlag möglich geworden und sorgt dafür, dass der isländische Markt trotz seiner Kleinheit mit zahlreichen einheimischen Buchtiteln versorgt wird.

Ein Geheimnis ist das lebendige Erzählen von Geschichten in der Familie, im Bekanntenkreis. Geschichten, die dann vielleicht auch schriftlich festgehalten werden, wenn genug Interesse besteht. Diese Kultur war auch bei uns lebendig, ist aber verlorengegangen. Dabei ist sie die beste Übung – nicht bloß für angehende Literaten, sondern für Freude an der Sprache überhaupt.

[Update] Möglicherweise stimmt die Geschichte nicht ganz, und es veröffentlicht zwar jeder Zehnte einen Text, aber nicht ein Buch. Trotzdem ist Island Spitzenreiter bei den Buchveröffentlichungen mit 5 Publikationen je 1.000 Einwohner im Jahr.

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