Aus der Tiefe des ARD


Ich gebe zu: Ich habe gerade „Tatort“ gesehen. „Aus der Tiefe der Zeit.“ Und es war – bemüht. Sehr bemüht. So viel reingepackt, dass die Handlung ausgeflossen ist. Charaktere, deren Motivationen seltsam unklar blieben, ohne wenigstens enigmatisch zu wirken. Eine Montage üblicher deutscher Krimiklischees mit überbelichteten Bildern, wirren Schnitten, ein bisserl Splatter. 68 Jahre nach Kriegsende noch eine Handlung mit gesuchten SS-Leuten und alten Ustascha-Veteranen auszustaffieren, ist zwar im deutschen Fernsehkrimi erwartbar, aber überspannt den Bogen der Glaubwürdigkeit.

Im Drehbuch finden sich viele gute Ideen. Man hätte aus der gleichen Grundkonstellation, auch individuellen hintergründigen Einfällen (Ich sage nur: „Essen muss der Mensch“) wohl eine stringentere Handlung aufbauen können. Das gute Schauspielerensemble (Erni Mangold, Meret Becker, Martin Feifel, …) wirkt unterfordert, man möchte sagen: verschwendet. Schade.

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