Die geschorenen Banken


Einerseits wissen wir, dass trotz Staatsbeihilfen viele Banken in den Seilen hängen, Arbeitsplätze im Bankensektor Mangelware geworden sind und neue Eigenkapitalvorschriften die  Renditen in den Keller geschickt haben. Andererseits hält sich dieses Unbehagen, dass die Banken relativ ungeschoren durch die Krise gekommen wären. Als kleine Orientierung bietet die FAZ eine kleine Zusammenschau der Folgen der Krise für Banken und Bankaktionäre. Bezeichnender Titel: „Die Sühne der Banken.“ Eine Auflistung von Bußgeldern, Wertvernichtung, tiefen Karriereabstürzen.

Auch in Österreich hat die Krise ja mittlerweile ihre Opfer gefordert. Einige Bankvorstände sind gerichtlich verurteilt worden, Banken vom Markt verschwunden. Im Volksbanken- und Raiffeisensektor stehen Fusionen an oder wurden bereits durchgeführt, die allesamt nicht wirklich gewollt waren, sondern aus der Not heraus geboren sind. Die Bankenabgabe läßt die dank Niedrigzinsen und Konjunkturflaute mageren Margen weiter schrumpfen. Davon, dass die Banken keinerlei Folgen der Krise zu tragen hätten, kann also wirklich keine Rede sein. Deswegen braucht man kein Mitleid zu haben. Aber es gehört gesagt.

(via Patrick Bernau)

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