Literarischer Fachbegriff


Der Science-Fiction-Autor Stephen Michael Stirling wurde in bezug auf seine dystopischen Romane immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, er sympathisiere mit den grausamen Protagonisten. Irgendwann hat es ihm gereicht. Bei der Veröffentlichung seines Buches „Conquistador“ setzte er deswegen gleich ein Zitat voran, das als ein „Niven’s Law“ – nach Larry Niven – firmiert, dessen Urheberschaft aber nicht gesichert ist:

“There is a technical, literary term for those who mistake the opinions and beliefs of characters in a novel for those of the author. The term is ‘idiot.’”

„Es gibt einen literarischen Fachbegriff für diejenigen, welche die Meinungen und Ansichten der Charaktere in einem Roman fälschlicherweise für die des Autors halten. Der Fachbegriff ist ‚Idiot‘.“

Kleine Anmerkung meinerseits: Im englischen Sprachraum wird der Schriftsteller viel eher als Handwerker gesehen, der gute, den Leser fesselnde Geschichten schreiben und erzählen will. Da trifft das natürlich eher zu als im deutschen Sprachraum, wo es sogar als künstlerisch wertvoll gilt, wenn jemand seine Bücher mit seinen eigenen alter egos bevölkert.

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