Was ist schlimmer als ein Crack-rauchender Randalierer?


James Delingpole ist ein Widerspruchsgeist, keine Frage. Sein unkonventioneller Zugang zur Causa des Bürgermeisters von Toronto, Rob Ford, die auf der ganzen Welt Eingang in die Schlagzeilen gefunden hat, ist aber bedenkenswert.

Der Brite bringt seine Meinung so auf den Punkt:

[…] Sicher, ein Crack-rauchender, betrunkener Bürgermeister ist nicht ideal. Aber ich bin ehrlich gesagt viel mehr darin interessiert, was ein Politiker in seinem öffentlichen Leben ausheckt, als in seinen privaten. […]

Um es anders zu sagen, wen würden sie eher über die alltäglichen Dinge ihres Lebens regieren lassen?

a) Einen Crack-rauchenden Randalierer, der die Steuern niedrig gehalten hat, die öffentlichen Dienste effizienter gemacht hat und ansonsten sich mit seinen schmutzigen Hände aus Deinen Angelegenheiten herausgehalten hat?

b) Ein blitzsauberer Weltverbesserer, der, voll Vertrauen in seine eigene moralische Redlichkeit, es für gerechtfertigt hält zu versuchen, jedes kleinste Detail Deiner Angelegenheiten minutiös mit Steuern, Regulierungen und Vorschriften zu kontrollieren.

Provokant, aber eine Überlegung wert. Warum messen wir den Charaden der Politiker so viel Bedeutung zu, in denen sie sich als anständig, bescheiden, ehrlich etc. inszenieren, wenn wir gleichzeitig wissen, dass man mit diesen Eigenschaften leider selten politischen Erfolg hat. Warum konzentrieren wir uns nicht auf die tatsächlichen Resultate ihrer Politik? Eine Vermutung: Weil wir dann noch deprimierter über den Zustand der Politik wären …

(Hinweis über National Review)

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