Kein Linksruck in Chile


Letztes Wochenende haben in Chile die Stichwahlen um das Präsidentenamt wie erwartet Michelle Bachelet Jeria gewonnen, nachdem sie schon im ersten Wahldurchgang haushoch vor ihren Herausforderern zu liegen kam. Von etwa 5,6 Millionen abgegeben Stimmen entfielen 3,5 Millionen auf Bachelet, 2,1 Millionen auf ihre Jugendfreundin Evelyn Matthei. Bachelet gewann etwa 400.000 Stimmen gegenüber dem 1. Wahlgang dazu, Matthei etwa 450.000 Stimmen. Etwa eine Million Wähler, die beim ersten Mal noch zur Wahl gegangen waren, blieben beim zweiten Durchgang aber zu Hause. Die schon vorher mit 51% niedrige Wahlbeteiligung sank im zweiten Durchgang auf 43%.

Der chilenische Politikwissenschafter Patricio Navia schreibt daher auch für Project Syndicate, dass von einem breiten Mandat für umfassende Änderungen keine Rede sein könne. Weder wurden zahlreiche Proteststimmen vergeben noch politische Extremisten gestärkt. Für gravierende Änderungen fehlt schon allein auf Grund der Verfassung das Mandat, da Bachelets Koalition zwar eine einfache, aber keine qualifizierte Mehrheit im Parlament hat. Wer mehr über chilenische Politik wissen will, sollte Navias Artikel lesen.

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