Jesu Geburt: Herbst oder Winter?


Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Doch so, wie die feierliche Parade zum Geburtstag der britischen Königin niemals am Geburtstermin im April, sondern immer am zweiten Samstag im Juni abgehalten wird, so ist auch der Festtermin der Geburt von symbolischen und praktischen Überlegungen überlagert, die uns über den eigentlichen Geburtstermin wenig sagen. Noch dazu in einer Epoche, in der man auf exakt bestimmte Geburtstermine allgemein nicht so viel wert gelegt hat.

Das Lukasevangelium gibt aber einen Anhaltspunkt: Der Priester Zacharias war Angehöriger der Priesterklasse Abija, die gerade an der Reihe war, den Tempeldienst zu versehen, als der Engel Zacharias die Empfängnis des Johannes verkündete.

Auf Grund der Priesterordnung ergeben sich daher anscheinend zwei mögliche Termine. Entweder fand diese Verkündigung rund um Jom Kippur statt, die Geburt des Johannes daher im Juni, die Verkündigung Jesu um Pascha und die Geburt ereignete sich tatsächlich im Dezember. Oder aber der Dienst fand in der zehnten Jahreswoche des jüdischen Kalenders statt – was auch zum Bibeltext passen würde, der ja kein besonderes Fest erwähnt. Dann wäre Johannes rund um das Paschafest geboren, die Verkündigung hätte zu Chanukka stattgefunden, Jesus wäre um das Laubhüttenfest (Sukkot) herum im Herbst geboren.

Die beiden Theorien werden auf der englischen Seite hebrew4christians.com kompakt dargestellt.

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