Wenn der Postillon zweimal klingelt


Herrlich: Die Ruhrnachrichten dokumentieren, wie die Satireseite „Der Postillon“ durch Abdruck einer Realmeldung für Verwirrung bei Medienkritikern, Politikern und Journalisten gesorgt hat.

Freilich: Dass die deutsche Große Koalition sämtliche Unsitten der österreichischen Variante gleich zu Beginn nicht nur zu kopieren, sondern auch noch in deutscher Gründlichkeit zu übertreffen versucht, damit konnte ja niemand rechnen.

Also: Der frühere Kanzleramtsminister Ronald Pofalla soll tatsächlich zur Bahn wechseln, um dort in einen neu geschaffenem Portfeuille „langfristige Unternehmensstrategie und Kontakte zur Politik“ zu betreuen. Da wird nicht einmal mehr der Schein gewahrt, dass hier für einen wichtigen Posten zufällig der eigene Mann der einzig geeignete ist.

Ach ja: Hut ab vor der Reflektion einiger Journalisten wie etwa im Tagesspiegel. Dass soviele Menschen lieber an schlechte Recherche der Medien glauben wollten, liegt natürlich daran, dass es oft schlechte Recherche gibt. Freilich, auch das stimmt: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“ (F.W. Bernstein). Hier bei text42.de übrigens mehr zur Entstehungsgeschichte dieses Spruchs.

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