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Karl der Große: 1200. Todestag


Am 28. Jänner 814 ist Karl der Große, König des Frankenreiches, römischer Kaiser, Vater Europas gestorben, im 46. Jahr seiner Regierung. Sein Schaffen strahlt bis heute weiter: Die Übertragung des (West)Römischen Kaisertums auf ihn schuf eine übernationale Reichsidee, die heute etwa von der Europäischen Union bemüht wird, die sich gerne auf Karl den Großen beruft. Die Karolingische Renaissance markiert einen kulturellen Wiederaufstieg Europas, eine Rückkehr zu alten Bildungstraditionen.

Der Feldherr Karl wiederum beendete die Awarengefahr in Mitteleuropa, festigte die Grenzen gegenüber den Mauren in Spanien und fügte mit seiner Unterwerfung der Sachsen — und eigentlich auch der Bayern — Völker in einen Staatsverband, die in Ostfranken später zu den Deutschen verschmelzen sollten, so wie in Westfranken in einem langen Prozess aus verschiedenen Kulturen und Schichtungen die Franzosen geformt wurden.

Eine eindrucksvolle Gestalt, deren Namen in manchen Sprachen bis heute für einen König verwendet wird, so im Russischen, Polnischen und Türkischen. Heute wird er dagegen gerne wieder kleingeredet, vor kurzem wurde einmal sogar sensationalistisch seine Existenz bezweifelt. Wer zeitgenössische Quellen liest, wird dagegen ein anderes Bild gewinnen.

Wer sich sonst ein Bild machen will: Anlässlich des 1200. Todesjahres des Kaisers wird es von 20. Juni bis 21. September drei Ausstellungen in Aachen geben, dem Sterbeort Karls. Näheres dazu kann man auf der Sonderseite zur Ausstellung, karldergrosse2014.de, erfahren.

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