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Der Einfluss der Konfession auf NS-Wahlergebnisse


Es ist ja schon lange bekannt, dass bei den Reichstagswahlen der Weimarer Republik die NSDAP in den katholischen Hochburgen besonders schlechte Ergebnisse erzielt hat. War dafür die Konfession der entscheidende Faktor, und gab es einen anderen, der eben auch die Konfession beeinflusst hat? Grob gesagt: Stimmen so wenige Katholiken, weil sie Hitler waren, oder weil die Katholiken eben überwiegend in Gegenden gelebt haben, die aus anderen Gründen nicht so empfänglich für den Nationalsozialismus waren? Dieser Frage sind Philipp Tillmann und Jörg Spenkuch nachgegangen und haben fleißig gerechnet, Kontrollvariablen hinzugefügt usw.

Das Ergebnis: Die Konfession ist tatsächlich der entscheidende Faktor; dort, wo sich der Klerus und die Bischöfe besonders gegen den Nationalsozialismus gewandt haben, ist der Effekt unter den katholischen Wählern am stärksten. Unter protestantischen Wählern konnte die NSDAP dagegen tedenziell besser reüssieren.

Mit der Konfession alleine läßt sich statistisch 42% der Abweichung der lokalen Wahlteilergebnisse erklären; die übrigen 15 Variablen zusammen, die verschiedene demographische Eigenschaften der Wahlkreise abbilden, erklären zusammen nicht einmal knapp 40%.

(über Marginal Revolution

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