Wenn Medien auf kritische Leser stoßen


In der FAZ findet sich ein kurioser Artikel, in dem sich Julian Staib mit der großen Zahl an Leserkommentaren beschäftigt, die in Sachen Ukraine und Krim quer zur Blattlinie liegen.

Eine Verschwörungstheorie, es handle sich dabei um russische Schein-Accounts, wird dann doch verworfen, um dann diese Kommentare in Bausch und Bogen selbst in die Nähe von Verschwörungstheoretikern zu rücken. Was für einige auch stimmen mag, aber kaum für alle.

Das Spannende an dieser Geschichte ist für mich aber mehr, wie irritiert Journalisten reagieren können, wenn ihnen ein deutlicher Teil der Leserschaft nicht folgt, mit der vorgelegten Deutung nicht zufrieden ist. In der untereinander stark vernetzten Gruppe politischer Journalisten, deren ideologisches Spektrum regelmäßig relativ eng ist, lebt es sich wie in einer Hallkammer, in der einem ständig die gleiche, eigene Meinung zurückgeworfen wird.

Mit der Existenz einer Gegenöffentlichkeit, welche die Deutungshoheit der Journalisten in Frage stellt, kann man in dieser Lage nur schwer umgehen.

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