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Brendan Eich und die „Repressive Toleranz“


Die grässliche Fratze angeblicher Toleranz und Diversität zeigte die Hexenjagd auf Brendan Eich, Erfinder von JavaScript, Mitgründer von Mozilla und kurzzeitig nun auch Vorstandsvorsitzender der Mozilla Corporation, des wirtschaftlichen Arms der der Softwarestiftung, die neben dem Browser Firefox noch einige andere Produkte in der Palette hat. Auf Eich wurde in den USA massiver Druck ausgeübt, zurückzutreten, da seine Person nicht mit den Werten in Übereinstimmung stehe, die ein aufrechter Bürger zu vertreten hat. Sein Vergehen? Er unterstützte in Kalifornien eine — erfolgreiche — Abstimmungsinitiative gegen die Bezeichnung eingetragener Partnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare als Ehe.

Dafür wurde er selbst in der FAZ zum „Homophoben“ gestempelt. Wir haben also bereits den Punkt erreicht, wo Widerspruch zur Änderung des Ehebegriffs im deutschsprachigen Mainstream bereits „homophob“ ist. Der Tenor der US-Kritiker war: Er soll öffentlich seinen Irrtum eingestehen und sich zur lichten Seite bekennen. Dazu war Eich aber zu prinzipienfest.

Den Verfechtern dieser Strateige der „repressiven Toleranz“ ist vielleicht nicht bewußt, was sie anrichten. Sie fördert öffentliche Schauprozesse, erstickt jeden Diskurs. Konformität wird in diesem Klima oberste Pflicht. Oder ist vielleicht gerade das ihr Ziel? Es gehört jedenfalls besondere Chuzpe dazu, wenn Eichs Abtritt mit den Worten kommentiert wird, das sei ein wichtiger Schritt für „freie Meinungsäußerung und Gleichberechtigung“ gewesen, oder Mozilla habe gezeigt, es sei „inklusiv, sicher und einladend zu allen.“ Inklusiv? Einladend zu allen? Zu allen, die politisch im Gleichschritt marschieren.

In Österreich ist es außerhalb von Tendenzbetrieben glücklicherweise zumindest gesetzlich verboten, jemanden offen wegen seiner Weltanschauungen zu diskriminieren, auch wenn es in der Praxis (besonders der medialen!) leider vorkommt. Die diversen „Hate-Crime“-Bestimmungen, deren Ausweitung laufend gefordert werden, gehen aber ebenfalls in die Richtung, Meinungen zu kriminalisieren und Menschen wegen ihrer Überzeugungen ohne sachliche Rechtfertigung zu diskriminieren. Man kann gar nicht mehr sagen: „Wehret den Anfängen!“ Man muss schon eher sagen: „Verhindert das Schlimmste!“

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