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Es kommt der König der Herrlichkeit


Nach Wochen des Weges kommen wir nun, am Beginn der letzten Woche der Fastenzeit, endlich nach Jerusalem. Das Ziel scheint erreicht, Zeit für ein großes Fest, eine große Freude. Im Matthäus-Evangelium wird berichtet: „Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!“

Je nach Dauer der Palmprozession können nun die Psalmen 23 (masoretisch 24) und 46 (47) gebetet werden, in denen der Einzug des Herrn in sein Heiligtum gepriesen, und Gott als König aller Völker gefeiert wird. Aus Psalm 23 stammen etwa die berühmten Worte:

Ihr Tore, hebt euch nach oben, hebt euch, ihr uralten Pforten;
denn es kommt der König der Herrlichkeit.
Wer ist der König der Herrlichkeit?
Der Herr, stark und gewaltig, der Herr, mächtig im Kampf.
Ihr Tore, hebt euch nach oben, hebt euch, ihr uralten Pforten;
denn es kommt der König der Herrlichkeit.
Wer ist der König der Herrlichkeit?
Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit.

Jesus wird als Sohn Davids gefeiert, als Angehöriger des Königshauses, der kommt „im Namen des Herrn“, und nun in seiner Stadt einzieht. Beim Prophet Jesaja und anderen kann man schon nachlesen, dass der Gesandte Gottes nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen werden wird. Man musste freilich kein Prophet sein, um Konflikte mit den Mächtigen in Jerusalem vorherzusagen, Wunder hin, Vollmacht her. Auch Jesus selbst weiß darum, weswegen er seine Jünger schon vor dem Einzug in Jerusalem immer wieder darauf vorbereitet.

Und so wird es aus dem prächtigen Einzug des „Königs der Herrlichkeit“ bald ein bitterer Leidensweg. Dass sich an dessen Ende dieser Jesus als ein ganz besonderer „König der Herrlichkeit“ erweisen sollte, der den Tod selbst besiegt — das ahnt am Palmsonntag wohl kaum jemand.

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