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Ihr wurdet mit dem kostbaren Blut Christi losgekauft


Welches Evangelium an dritten Sonntag der Osterzeit gelesen wird, ist regional unterschiedlich: Entweder die Emmausgeschichte, zu der sich auf diesem Blog schon Einträge aus den Jahren 2012 und 2013 finden lassen, oder das Evangelium von der Erscheinung des auferstandenen Jesus am See Genesareth, in dem er das Brot mit ihnen bricht und sie hundertdreiundfünfzig Fische fangen lässt. 153 ist übrigens eine Dreieckszahl zur Zahl 17, die wiederum ein Symbol der Fülle und Vollkommenheit ist und etwa in den Psalmen bemüht wird. Und zwei Bücher der Psalmen sind auf jeweils 17 Psalmen angelegt. Das nur nebenbei.

Diesem Bericht folgt dann, schon außerhalb des Leseabschnitts, die Berufung oder Bestätigung Petri als Hirten der Christen. Petrus kommt jedenfalls unabhängig vom Evangelium in der Epistel zu Wort. bAus dem ersten Petrusbrief wird nämlich folgende Stelle in der zweiten Lesung zitiert, der das Ostergeschehen in wenigen Worten zusammenfasst:

Wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht. Ihr wisst, dass ihr aus eurer sinnlosen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor der Erschaffung der Welt dazu ausersehen, und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, so dass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt.

Das sind wuchtige Worte, die da an die Christen Kleinasiens gerichtet werden. Und auch an uns gerichtet sind. Wie im Johannesprolog wird darauf hingewiesen, dass Jesus bereits von Anfang an als unser Retter und Erlöser feststand — unseretwegen. Aus Liebe zu den Menschen, die durch das Zeugnis der Auferstehung an Gott glauben, auf ihn hoffen können. Aus Gottes Liebe zu den Menschen heraus können wir also glauben und hoffen, und, wie es wenige Verse später heißt, auch lieben: „Der Wahrheit gehorsam, habt ihr euer Herz rein gemacht für eine aufrichtige Bruderliebe; darum hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben.“

Die „ererbte Lebensweise“ ist sinnlos, weil sie nicht auf den Grund und das Ziel unseres Seins gerichtet ist. In der Interpretation dieses Textes stellt es sich so dar, dass Jesu’ Kreuzestod uns auch dadurch rettet, dass er uns durch sein Zeugnis und Beispiel auf den richtigen Weg bringt — den Weg zu Gott.

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