Skurrile Welt, Plakatedition


Quod licet Iovi, non licet bovi. Während Wien auf Kosten der Steuerzahler mit Plakaten barbusiger Hermaphroditen geschmückt wird, hat der Werberat die „Wirtschaft im Walgau“ wegen eines Werbesujets gerügt, in dem ein Mann einer Frau in kurzem Rock nachsieht und deswegen Kaffee verschüttet. Vorarlberg Online erläutert:

Ferner verweist der Werberat auf die Bestimmung des Ethik-Kodexes, dass Werbung nicht aufgrund des Geschlechts diskriminieren sowie Personen nicht in rein sexualisierter Funktion als Blickfang darstellen sollte.

Die Entscheidung des Werberats kann ich nachvollziehen, angesichts der Wiener Plakate, bei denen sich der Werberat sicherheitshalber für unzuständig hält, ist sie aber durchaus skurril. Werbung mit Minirock = bedenklich. Werbung textilfrei = förderungswürdig. Jugendschutz = egal.

Übrigens hält auch der deutsche Werberat die Degradierung von Menschen zu Sexualobjekten in öffentlicher Werbung für bedenklich, auch wenn sie nicht gegen den Jugendschutz verstößt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s