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Israel: Wenn Artikel mehr über die Medien als über die Lage aussagen


Der Israel-Konflikt gehört zu den Auseinandersetzungen, über die am intensivsten berichtet wird. Hundertschaften von Journalisten aus der ganzen Welt versorgen ihre Leser und Hörer regelmäßig mit Neuigkeiten aus Jerusalem, Ramallah und Gaza, von Kabinettsumbildungen bis zu Straßenzwischenfällen. Konflikte, die weitaus mehr Menschen betreffen und in prekärere Situationen gebracht haben, erhalten bei weitem nicht diese Aufmerksamkeit. Überspitzt formuliert: Hundert Bürgerkriegsopfer im Kongo sind medial bei weitem nicht so viel wert wie ein Palästinenser.

Doch wie ist das Verhältnis dieser Journalisten untereinander, zu den zahlreichen Nichtregierungsorganisationen, die im Heiligen Land präsent sind? Welche Beziehungen haben sie zueinander, zu den Akteuren?

Matti Friedman, ehemaliger Mitarbeiter der US-Nachrichtenagentur Associated Press, hat dazu einen erhellenden Artikel im „Atlantic“ geschrieben.

Er beschreibt, wie sich westliche Journalisten mit NGOs verhabern, wie sie von Konfliktparteien vereinnahmt und genutzt werden — insbesondere die Hamas scheint darin ganz gut geworden zu sein –, wie sie die Umstände ihrer Berichterstattung ausblenden und dadurch Manipulationen erleichtern.

Natürlich ist auch Friedman Partei — wer ist das im Nahen Osten nicht? –, aber er kämpft mit offenem Visier. Ein wertvoller, spannender Artikel.

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